POLITIK
11/01/2018 06:30 CET | Aktualisiert 11/01/2018 10:15 CET

Norwegische Premierministerin ringt Trump Klima-Versprechen ab

"Ich wünschte, wir würden es ein bisschen so machen wie Norwegen."

Jonathan Ernst / Reuters
Gib die Flosse: Solberg und Trump.

US-Präsident Donald Trump glaubt nicht an den menschgemachten Klimawandel. Das Pariser Klimaabkommen will er aufkündigen. Doch jetzt macht er ein Zugeständnis.

Das ist passiert: 

► Bei einem Treffen mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg am Mittwoch im Weißen Haus sagte Trump, es sei “denkbar”, wieder in das Pariser Klimaabkommen einzusteigen.

Laut der Nachrichtenseite “Quartz” lobte Trump nach dem Gespräch mit Solberg fast sehnsüchtig die norwegische Wasserkraftkapazität.

► “Uns ist die Umwelt sehr wichtig”, erklärte Trump während der Pressekonferenz. Er wünsche sich, die USA würden es “ein bisschen so machen” wie Norwergen.

Darum ist es wichtig: 

99 Prozent des gesamten Stroms in Norwegen wird aus Wasserkraft gewonnen. In den USA liegt der Wert bei weit unter 10 Prozent. 

Trump hatte bislang nicht den Eindruck gemacht, das ändern zu wollen. In den vergangenen Wochen bekundete er wiederholt seine Skepsis am Klimawandel  und erklärte, er wolle zurück zur Kohlekraft. “Wir bringen die Kohleindustrie zu 100 Prozent zurück”, erklärte Trump bereits im Wahlkampf.

Was ihr noch wissen müsst: 

Die Trump-Regierung erlitt jedoch zuletzt einen Rückschlag.

Die für die Regulierung der Stromnetze und des Energiegroßhandels zuständige Federal Energy Regulatory Commission (FERC) lehnte eine Initiative ab, Subventionen an Kohle- und Kernkraftwerke zu verteilen.