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07/08/2018 10:29 CEST | Aktualisiert 07/08/2018 15:14 CEST

Extrem-Hitze: Grund dafür ist Veränderung der Strahlströme

Eine Animation zeigt das Ausmaß der Erwärmung.

  • Forscher wollen den Grund für die extreme Hitze entdeckt haben.
  • Dabei soll es sich um Veränderungen im Jetstream handeln.
  • Im Video oben seht ihr das Ausmaß des Temperaturanstiegs veranschaulicht durch den “Climate Reanalyzer”.

Unser Planet erwärmt sich dramatisch. Das Ausmaß des Temperaturanstiegs veranschaulicht die Animation “Climate Reanalyzer“ der Universität Maine.

Das Programm visualisiert die weltweiten Wetter- und Klimadaten. Seit einiger Zeit ist der größte Teil der Erde darin stark rot gefärbt.

Wissenschaftler fanden heraus, dass eine Veränderung der sogenannten Strahlströme, auch Jetstreams genannt, der Grund für die extreme Hitze weltweit sind.

 

Strahlströme befinden sich normalerweise in Höhen zwischen etwa 8.000 und 12.000 Metern und ziehen ausgeglichen und ruckelfrei um die Erde. In der letzten Zeit wurde die Amplitude der Wellen aber größer.

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Hoch- und Tiefdruckgebiete hängen fest

Und statt weiterzuziehen, bleibt ein Wellenbogen gelegentlich über einer Region hängen. Hoch- oder Tiefdruckgebiete hängen in solchen Fällen darin fest, sodass sich das mit ihnen verbundene Wetter oft wochenlang nicht ändert.

Die Folge sind extreme Wetterlagen wie Hitze- oder Kältewellen, anhaltende Stürme oder besonders regnerische oder trockene Phasen.

Wieso das geschieht, fanden Klimatologen der Universität von Chicago anhand mathematischer Modelle heraus: In den Strahlströmen kommt es zu Staus, wenn die Kapazität überschritten wird. Ähnlich wie bei Autobahnen.

So wie bei zu vielen Autos ein Stau entsteht, verursacht zu viel “Wetterverkehr“ eine Blockade im Jetstream.

Und daraus resultiert die derzeitige Hitzewelle.

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(chr)