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16/01/2018 11:43 CET | Aktualisiert 16/01/2018 14:50 CET

Brite musste niesen und hielt die Nase zu – er verletzte sich so ernsthaft

Den Fehler begeht er sicher nicht noch einmal.

  • Ein Niesen brachte einen jungen Mann aus Leicester in die Notaufnahme
  • Eine Woche lang musste er aufgrund eines Loches in seiner Rachenwand behandelt werden
  • Im Video oben erklären wir euch, warum es schädlich ist, den Niesreiz zu unterdrücken

Immer wieder raten Ärzte davon ab – und doch können viele manchmal offenbar nicht anders: Fühlen sie, wie sich ein Niesen zum Beispiel in einer ungünstigen Situation ankündigt, versuchen viele, es aus Höflichkeit zu unterdrücken.

Ein Brite dürfte sich diese Angewohnheit nun allerdings ein für alle Mal abgewöhnt haben.

Beim Versuch, einen Nieser zu unterdrücken, indem er sich Nase und Mund zuhielt, hat sich der 34-Jährige ernsthaft verletzt. Das berichtet das medizinische Journal “Britisch Medical Journal. Während des unterdrückten Niesens habe er einen “Knall” im Rachenraum wahrgenommen.

Luftbläschen im Halsgewebe

Später spürte der Engländer starke Schmerzen in seinem Hals, der außerdem immer weiter anschwellte. Als er dann zunehmend Schwierigkeiten hatte zu sprechen, suchte er die Notaufnahme des Universitätskrankenhauses Leicester auf. 

Dort hörten die Ärzte bei der Untersuchung des Patienten rasselnde Geräusche während der Atmung – ein Hinweis auf Luft im Gewebe und in den Muskeln. Röntgenbilder bestätigten das Problem: Der Patient litt unter Boerhaave-Syndrom.

Das heißt: Durch den Druck des unterdrückten Niesens entstand ein Riss im Rachen des Patienten, durch den Luftblasen in das Gewebe des Halses vordringen konnten.  

Künstliche Ernährung und Antibiotikum

Dass eine derartige Verletzung durch ein unterdrücktes Niesen entsteht, ist allerdings äußerst selten. Risse im Rachengewebe treten sonst fast nur durch Unfälle, Operationen oder Infektionen auf. Selten entstehen sie auch bei heftigen Hustenanfällen oder durch erzwungenes Erbrechen.

Der Patient wurde anschließend eine Woche lang stationär im University Hospital in Leicester behandelt. Eine Operation sei glücklicherweise nicht nötig gewesen. Allerdings musste der 34-Jährige in der Zeit über eine Magensonde ernährt werden und Antibiotika gegen eine mögliche Entzündung einnehmen.

Bei seiner Entlassung war die Luft im Gewebe dann schließlich deutlich reduziert. Eine Nachuntersuchung zwei Monate später zeigte keine Beschwerden mehr.