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18/02/2018 18:53 CET | Aktualisiert 18/02/2018 18:53 CET

Neuer Gesundheitstrend – Hunding!!!

SbytovaMN via Getty Images

Wie lange wird es wohl dauern, bis aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung einen neuen Schlankheits- und Fitnesstrend auslösen werden: das Hunding.

Häh? Ja, richtig gelesen. Die Wissenschaft hat’s jetzt bestätigt, dass es aufgrund mehrerer Aspekte äußerst gesund ist, sich einen Hund zu halten.

So wurde nun statistisch nachgewiesen, dass ältere Menschen, die regelmäßig mit ihrem Hund spazieren gingen, einen niedrigeren Body-Mass Index aufwiesen, weniger Einschränkungen im Alltag hätten und weniger zum Arzt gingen als die Kontrollgruppe ohne Hund.

Gerade Männer sollten sich überlegen, einen Hund zuzulegen. Bei Männern mit beruflichem Stress erweist sich das Kuscheln mit einem Vierbeiner als gesundheitsförderlich. Allein das Streicheln führte bei den Untersuchten zu einer Entspannung, wodurch der Blutdruck gesenkt und die Ausschüttung von Entspannungshormonen gefördert wurde, bei gleichzeitiger Verringerung der Stresshormone. Das Halten eines Haustieres würde zudem bei jungen sowie älteren verwitweten Männern das Risiko verringern, an Depression zu erkranken.

Daneben würden Haustiere im Allgemeinen dazu beitragen, soziale Kompetenzen zu steigern, da Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen entwickelt würden. Prima, das schreib ich dann gleich bei der nächsten Bewerbung mit rein: verfüge über soziale Kompetenz weil Haustierhalter.

Außerdem würden beim Spazierengehen häufiger soziale Interaktionen mit anderen Menschen entstehen, als wenn man ohne Bello unterwegs ist. Das wird bestimmt demnächst ein Dating-Portal oder eine Partnervermittlungs-Agentur zum Zwecke der Gewinnsteigerung, äh der Liebe, in ihr Angebot integrieren. Oder gibt es das etwa schon?

Aber auch für die Kleinsten ist ein Hund in der Familie von gesundheitlichem Vorteil. Studien haben gezeigt, dass Kinder, die mit Hunden aufwachsen, tendenziell als Erwachsene weniger Allergien entwickeln würden – besonders wenn beide Eltern unter Allergien leiden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Halten von Haustieren zu einem gesünderen Taillenumfang, mehr Energie, besserer Stimmung, weniger Stress, niedrigerem Blutdruck, niedrigerem Cholesterin- und Triglyceridspiegeln führen könne, damit die Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern, folglich das Herzinfarkt Risiko senken könne.

All diese neuartigen Erkenntnisse sind uns doch schon lange auch ohne Studien klar, oder? Naja, vielleicht nur uns Haustierbesitzern;-).

Sind wir denn wirklich schon so auf den Hund gekommen, dass Studien, Forschungen und Statistiken uns die „wohltuenden Wirkungen“ vom Zusammenleben Mensch - Tier aufzeigen müssen? Zumal mich ein Schauer überkam, die Worte ‚Tiere’ und ‚Forschung’ in einem Satz zu lesen. Es blieb nicht aus, dass grauenhafte Bilder vom qualvollen Missbrauch der Tiere zum Zwecke der Forschung vor meinem geistigen Auge aufstiegen.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir gerade im Punkt der stark ansteigenden Entwicklung der Vereinsamung im Alter nicht mehr auf die menschliche Gemeinschaft zählen können. Obwohl wir mehr Menschen als je zuvor auf diesem Planeten sind.

Mich laust der Affe….!