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11/07/2018 16:23 CEST | Aktualisiert 11/07/2018 16:23 CEST

Neue Studie behauptet: Wer Kaffee trinkt, lebt länger

Bereits ein Becher Kaffee am Tag hätte laut der Forscher einen positiven Effekt.

mikroman6 via Getty Images
Das Ergebnis war bei aufgebrühtem Bohnenkaffee etwas höher als bei löslichem Kaffee. (Symbolbild)
  • US-Forscher wollen herausgefunden haben, dass Kaffeetrinker ein geringeres Sterberisiko als Nicht-Kaffeetrinker haben.
  • Die positiven Auswirkungen des Kaffeekonsums seien dabei unabhängig von der Zubereitung des Getränks.   

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Deutschen. Rund 73 Milliarden Tassen pro Jahr werden in Deutschland getrunken.

Viele Kaffeetrinker machen sich allerdings ein schlechtes Gewissen, weil sie glauben, dass das Getränk schlecht für ihre Gesundheit ist.

Dabei haben bereits frühere Studien Kaffeekonsum mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Parkinson, Lebererkrankungen und Darmkrebs in Verbindung gebracht.

Nun zeigt eine neue Studie einer Gruppe amerikanischer Forscher unter der Leitung von Erikka Loftfield vom National Cancer Institute in Maryland, dass Kaffee eine dosisabhängige mögliche Schutzwirkung hat, die nicht vom Stoffwechsel des Koffeins abhängig ist.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift ‘JAMA Internal Medicine’ veröffentlicht. 

Knapp eine halbe Million Menschen nahmen an der Studie teil

Forscher analysierten die Angaben von 498.134 Freiwilligen aus einer britischen Datenbank; insgesamt waren 387.494 davon Kaffeetrinker. Diese hatten ausführliche Informationen zu ihrem Lebensstil und besonders zu ihrem Kaffeekonsum gegeben.

Die Teilnehmer, deren durchschnittliches Alter bei 57 Jahren lag, wurden zum Beispiel gefragt, wie viele Becher Kaffee sie am Tag trinken und wie sie normalerweise ihren Kaffee zubereiten würden.

Etwa mehr als die Hälfte davon bevorzugte koffeinhaltigen löslichen Kaffee, die anderen tranken aufgebrühten Bohnenkaffee mit oder ohne Koffein, schreibt ‘Wissenschaft Aktuell’.

Die Daten wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren erhoben. Während dieser Zeit starben 14.225 Teilnehmer. 58 Prozent der Menschen starben an Krebs und 20 Prozent an einer Herz- oder Gefäßkrankheit.

Die Forscher stellten dabei fest, dass die Sterberate der Teilnehmer bei zunehmendem Kaffeekonsum sank.

Der individuelle Koffeinstoffwechsel habe keinen Einfluss auf den untersuchten Zusammenhang gezeigt.

Das heißt, sowohl bei schnellem als auch bei langsamen Koffeinabbau sank die Sterberate mit zunehmendem Kaffeekonsum, erklärt ‘Wissenschaft Aktuell’.

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Kaffee senkt laut Studienergebnis das Sterberisiko um bis zu 14 Prozent 

Die Analyse des Forscherteams ergab darüber hinaus, dass bereits ein Becher Kaffee am Tag das Sterberisiko um acht Prozent senken würde.

Die schützende Wirkung steige mit der Zahl der Becher auf bis zu 14 Prozent bei den Personen, die acht oder mehr Becher am Tag tranken, schreibt das ‘Ärzteblatt’.

Dieses Ergebnis war bei aufgebrühtem Bohnenkaffee etwas höher als bei löslichem Kaffee. 

Die Forscher weisen aber auch auf die Möglichkeit hin, dass die niedrigere Sterberate bei Kaffeetrinkern auch mit deren Gewohnheiten zu tun haben könnte. Möglicherweise neigen Kaffeetrinker eher zu gesunder Ernährung und Bewegung.

(lm)