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11/05/2018 10:18 CEST | Aktualisiert 11/05/2018 15:10 CEST

Neonazi prügelt Behinderten mit Glasknochen – und bekommt Bewährungsstrafe

Es soll ein Bekannter von ihm gewesen sein.

  • Robert K. soll bereits mehrfach wegen Beleidigung, Drohung und Körperverletzung aufgefallen sein. 
  • Im November schlug er einen Mann im Rollstuhl – jetzt fiel das Urteil.
  • Im Video oben seht ihr, wie alltäglich Rassismus in Deutschland ist.

Robert K. aus Dresden arbeitet als Sicherheitskraft in einer Asylunterkunft. Er soll ein Hakenkreuz-Tattoo auf seinem Oberschenkel haben und wegen Drogendelikten und Diebstahl vorbestraft sein. 

Vor zwei Jahren wurde er wegen Widerstands gegen Polizisten, Bedrohung, Beleidigung und versuchter Körperverletzung zu fünf Monaten Bewährung verurteilt. Das berichtet die “Sächsische Zeitung”. 

Einige Wochen später soll der 30-Jährige auf einer Demonstration mit einem Schlagstock angerückt sein. Seine Begründung: Den brauche er, um sich beim Dienst im Asylheim verteidigen zu können. 

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Im November soll K. dann auf einen Mann im Rollstuhleingeprügelt haben. Laut der Zeitung gab es dafür: Wieder Bewährung.

Der Mann leidet an der Glasknochenkrankheit

Der Mann, der an der Glasknochenkrankheit leidet, soll dem Bericht zufolge ein Bekannter von K. gewesen sein. 

Das hielt den 30-Jährigen jedoch nicht davon ab, dem Rollstuhlfahrer wohl grundlos drei Faustschläge auf die Stirn zu verpassen. Besonders gefährlich: Aufgrund seiner Krankheit sind die Knochen des Rollstuhlfahrers extrem empfindlich und leicht zu brechen

Doch der 27-Jährige hatte Glück im Unglück: Er erlitt lediglich eine Platzwunde.

Für die Tat gab es eine einjährige Bewährungsstrafe

Robert K. musste sich dafür am 9. Mai vor dem Amtsgericht Dresden verantworten. Er soll die Tat gestanden haben – und bekam trotz des Bewährungsbruchs wieder eine einjährige Bewährungsstrafe. 

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Außerdem, so berichtet die “Sächsiche Zeitung”, müsse der Dresdner 100 Arbeitsstunden leisten. 

(amr)