POLITIK
11/07/2018 17:30 CEST | Aktualisiert 12/07/2018 09:06 CEST

Trump drängt Nato-Mitglieder zu Militärausgaben von vier Prozent

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TATYANA ZENKOVICH via Getty Images

►US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf vier Prozent der Wirtschaftsleistung ins Spiel gebracht.

► Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wurde später danach gefragt, wich aber aus und sagte, man fange nun erstmal mit den beschlossenen zwei Prozent an.

►  Der Streit um die Verteidigungsausgaben könnte mit Trumps Forderung in eine neue Runde gehen. 

Darum ist die Forderung wichtig:

Beim Gipfel nahm sich Trump vor allem Deutschland zur Brust. Der US-Präsident griff die Bundesregierung wegen zu niedriger Militärausgaben und milliardenschwerer Gasimporte aus Russland an. Deutschland müsse das Zwei-Prozent-Ziel sofort erfüllen – und nicht erst 2024. 

Hintergrund des scharf geführten Konflikts ist Trumps Forderung, dass alle Nato-Partner spätestens 2024 jährlich mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. 

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Trotz des ungelösten Dauerstreits verbreiteten Trump und Merkel nach einem Treffen am Rande des Gipfels Harmonie.

Trump nannte die Beziehungen zu Deutschland “hervorragend” und sein Verhältnis zur Kanzlerin sehr, sehr gut. Er beglückwünschte sie zu ihren großen Erfolgen. Auch Merkel betonte, der Austausch sei “wichtig, weil wir Partner sind und weiter zusammenarbeiten wollen”, sagte sie.

(ben)