POLITIK
12/08/2018 21:47 CEST | Aktualisiert 13/08/2018 09:48 CEST

Nato-Gipfel: Trumps Berater verhandelten hinter dem Rücken ihres Chefs

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POOL New / Reuters
Donald Trump (vorn) und Verteidigungsminister Jim Mattis beim Nato-Gipfel am 11. Juli in Brüssel, Belgien.

► Berater des US-Präsidenten Donald Trump sollen schon vor dem Nato-Gipfel hinter dem Rücken ihres Chefs mit den Partnern über eine gemeinsame Abschlusserklärung verhandelt haben. Das berichtete die “New York Times” unter Berufung auf europäische Diplomaten und US-Behördenmitarbeiter.

► Trumps Berater hatten offenbar Angst, er könne ein ähnliches Desaster anrichten wie beim G7-Gipfel, wo er die Zustimmung zur Abschlusserklärung wieder zurückgezogen hatte. 

► Die Initiative für die geheimen Vorbereitungen soll von Trumps Sicherheitsberater John Bolton ausgegangen sein. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg war offenbar eingeweiht.

Warum die Nachricht beruhigend ist:

Die Enthüllung ist peinlich für den US-Präsidenten – aber beruhigend für die Nato-Partner. Sie belegt, dass es in der US-Regierung doch ein großes Bewusstsein dafür gibt, wie wichtig der Zusammenhalt der Nato-Partner ist.

Tatsächlich hat Trump die Abschlusserklärung des Nato-Gipfels im Juli dann auch nicht infrage gestellt.

Was ihr noch wissen müsst:

Ganz unter Kontrolle hatten die Berater Trump dennoch nicht. Er schoss sich auf Deutschland ein und provozierte mit seiner Kritik einen Eklat.

(ll)