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19/04/2018 08:18 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 08:54 CEST

Nasa sucht nach neuen Planeten: Weltraumteleskop "Tess" ist gestartet

"Tess" ist gar nicht so groß, kann aber Großes leisten.

NASA NASA / Reuters
Das Weltraumteleskop “Tess” ist am Donnerstag zur Planetensuche ins All gestartet.
  • “Kepler” geht bald der Sprit aus – daher reist nun ein neues Weltraumteleskop der Nasa ins All
  • “Tess” soll dabei ein deutlich größeres Gebiet abdecken als der Vorgänger

Unendliche Weiten gibt es zu erforschen. Das Weltraumteleskop “Tess” ist am Donnerstag zur Planetensuche ins All gestartet.

“Tess” (Transiting Exoplanet Survey Satellite) habe erfolgreich an Bord einer “Falcon 9″-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Rund zwei Monate nach dem Start soll der Planetenjäger “Tess” in seiner Umlaufbahn angekommen sein und Daten senden. Die rund 200 Millionen Dollar teure Mission ist erstmal auf etwa zwei Jahre angelegt.

Für SpaceX ist “Tess” eine Premiere

Der Start war eigentlich bereits für die Nacht zum Dienstag geplant gewesen, hatte aber verschoben werden müssen, um zusätzliche Tests der Navigationssysteme durchzuführen. Es war das erste Mal, dass die Nasa die Dienste von SpaceX für eine wissenschaftliche Mission in Anspruch nahm.

Bislang hatte SpaceX in erster Linie mit seinem “Dragon”-Frachter im Auftrag der Nasa Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

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Wie das Weltraumteleskop aussieht und was es leisten kann

“Tess” ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und hat vier Kameras. Wie sein Vorgänger “Kepler” beobachtet das Teleskop das Licht bestimmter Sterne. Wenn es kurz nachlässt, könnte das bedeuten, dass ein Planet vorbeigezogen ist.

“Tess” könnte sowohl kleine steinige Planeten als auch riesige Himmelskörper finden – und soll insgesamt ein deutlich größeres Gebiet abdecken als das Teleskop “Kepler”, das seit rund neun Jahren im All ist, aber dem in wenigen Monaten der Sprit ausgehen dürfte.

(lm)