LIFE
17/01/2019 17:26 CET

Nachbarn beschwerten sich über 2-Jährige: Familie aus Wohnung geschmissen

"Wir lassen uns doch nicht von Kinderhassern unser Dach über dem Kopf wegnehmen", sagt der Familienvater.

Matthias Tunger via Getty Images
Wegen des zweijährigen Kindes soll die Familie ausziehen. (Symbolbild) 
  • Eine Dortmunder Familie muss bald ihre Wohnung kurzfristig räumen.
  • Nachbarn haben sich über die zwei Jahre alte Tochter beschwert, woraufhin der Vermieter Konsequenzen zog.

Neues Heim, neues Glück. Zieht man in eine neue Wohnung, ist eine gute Beziehung zu den Nachbarn ein großer Vorteil. Denn immer wieder hört man von Nachbarschaftsstreitigkeiten, bei denen es nicht selten auch um banale Dinge geht. 

Familie Schikorra aus Dortmund muss wegen mehrerer Beschwerden ihrer Nachbarn nun die Wohnung räumen. Die Ursache des ganzen Debakels: ihre zweijährige Tochter.

Darüber berichtet der Sender WDR.

Familie bekommt fristlose Kündigung wegen Tochter

Die Wohnung der Familie gehört der Dortmunder Wohnungsbaugesellschaft Dogewo 21. Diese kündigte den Mietern, weil sich Nachbarn mehrfach über die laute Zweijährige beschwert haben sollen. 

Das scheint für die Wohnungsbaugesellschaft ein Grund dafür zu sein, der jungen Familie die Wohnung fristlos zu kündigen. Für die restlichen Mieter sei die Lautstärke des schreienden Kindes unzumutbar gewesen.

Deshalb habe die Dogewo den Schikorras vergangenen Oktober eine Abmahnung geschickt, heißt es im Bericht des WDR.In der zweiten Januarwoche sei dann die fristlose Kündigung per Post gekommen.

 

Familie kämpft mit “Existenzangst”

Familie Schikorra ist wütend. “Wir lassen uns doch nicht von Kinderhassern unser Dach über dem Kopf wegnehmen”, sagte Vater Markus dem WDR. Die Familie will sich gegen die Kündigung wehren.

Bereits zum 6. Februar sollen sie die Wohnung verlassen und haben somit nur wenig Zeit, um ein neues Heim zu finden. Die Mutter spricht von “Existenzangst”.

Nach einer Kontaktaufnahme des WDR, habe sich das Unternehmen zu dem Fall nicht äußern wollen. Ein Sprecher betonte jedoch, dass man nicht kinderfeindlich sei. Beschwerden der Bewohner müssten dennoch berücksichtigt werden. 

(lp)