LIFE
07/09/2018 17:13 CEST

Nach Unfall: Frau berichtet von emotionaler Nahtoderfahrung

Innere Blutungen und eine Arterienverletzung ließen sie in Lebensgefahr schweben.

  • Eine Frau aus England hat einen schrecklichen Autounfall überlebt.
  • Sie schildert jetzt in einem Interview, was sie sah, während sie in Lebensgefahr schwebte.
  • Im Video oben: Das passiert im Gehirn in den ersten zehn Minuten nach dem Tod.

Ein Autounfall hätte 42-jährige Emily Pringle aus Cheltenham in England fast das Leben gekostet. Was sie erlebte, als sie aus dem Autowrack gerettet wurde, erzählt sie nun in einem emotionalen Interview.

Der Horror-Crash ereignete sich bereits am 12. Juli diesen Jahres. Zusammenaddiert krachten die beiden involvierten Fahrzeuge mit rund 190 Kilometer pro Stunde aufeinander.

Pringle brach sich dabei die Wirbelsäule, einige Rippen und das Becken. Nach der Versorgung von 17 gebrochenen Knochen und fünf Transfusionen musste sie tagelang für eine Operation im Krankenhaus stabilisiert werden. Nach dem Eingriff lag sie zwei Tage lang im Koma.

Mehr zum Thema Nahtoderfahrung:“Ich dachte, ich würde sterben – so hat es sich angefühlt”

“Ich war frei und rannte durch ein Feld”

Nun erinnert sie sich zurück an das, was sich in ihr abspielte, als die Sanitäter sie aus dem Wrack schnitten. Unzählige innere Blutungen und eine schwere Arterienverletzung ließen die 42-Jährige in Lebensgefahr schweben.

Der britischen Zeitung “Daily Mail” erzählt sie:

“Ich sah Scheinwerfer und das war’s. Das Auto drehte und drehte sich. Ich atmete nicht. Ich weiß, dass ich nicht atmete, weil ich mich selbst sehen konnte. Ich weiß, wie seltsam sich das anhört. Ich dachte, wenn das Auto aufhört sich zu drehen, fange ich wieder an zu atmen. Aber als es zum Stillstand kam, atmete ich trotzdem nicht.”

Pringle schaffte es noch, den Krankenwagen zu rufen. Sie bemerkte, dass sich ihr Oberkörper seltsam anfühlte. Aber wie schlimm die Verletzungen wirklich waren, wurde ihr erst im Nachhinein bewusst.

Mehr zum Thema:Neurochirurg ist sich sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt

Sie erinnert sich auch, mit Menschen gesprochen zu haben. Sie fragte, wann denn die Sanitäter kommen würden. Dann fiel sie in Ohnmacht. Sie sagt:

“Ich erinnere mich daran, mich gefühlt zu haben, als wäre ich bereits nicht mehr im Auto. Als wäre ich frei und würde durch ein Feld laufen.”

Die Erwartungen der Ärzte übertroffen

In Wahrheit war Pringle allerdings über eine Stunden lang im Auto eingesperrt und erhielt zwei Bluttransfusionen noch an Ort und Stelle.

Auch, wenn sie laut eigenen Aussagen “nie wieder einen Marathon laufen wird” ist sie extrem dankbar dafür, überhaupt noch am Leben zu sein.

“Und außerdem habe ich alle Erwartungen der Ärzte übertroffen. Ich kann bereits wieder meine Füße belasten und Autofahren.”

Nun schreibt sie ein Buch über ihre Nahtoderfahrung. Die Einnahmen will sie dem Luftrettungsdienst und der britischen Organisation für Blutspenden überlassen.

Mehr zum Thema:Nach einem Unfall lebt ein totgeglaubter Junge plötzlich wieder und erzählt von einer Begegnung im Himmel

“Ich denke jeden Tag daran, dass ich jetzt meine kleine Tochter aufwachsen sehen kann. Andere haben dieses Glück nicht. Ich sollte eigentlich nicht mehr hier sein und werde mir das jeden Tag vor Augen halten.”

(chr)