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03/07/2018 19:17 CEST | Aktualisiert 04/07/2018 12:42 CEST

Russlands WM-Erfolg: Schlimmer Verdacht wegen dieses Fotos

Gedopt oder einfach nur fit?

Oben im Video: Athleten dopen für klinische Studie, die zeigt, wie die verbotenen Substanzen im Körper unentdeckt bleiben können.

Es war ein Überraschungssieg.

Die Russen spielten nicht schön. Aber sie spielten unnachgiebig. Mit Kampfgeist und einer schier unglaublichen Laufleistung rangen sie Spanien am Sonntag zu Boden.

Mit 4:3 gewann der Gastgeber das Spiel nach einem Elfmeterkrimi gegen die große Fußballnation, den haushohen Favoriten.

Doch nun taucht in den sozialen Netzwerken ein ungeheuerlicher Vorwurf auf: Waren die Russen gedopt? Anstoß für die Diskussion gab ein Foto des Torschützen Artem Dzyuba bei seiner Auswechslung.

► Am Arm des Russen zu erkennen: ein kleines Einstichloch – wie von einer Nadel. Doch was steckt wirklich dahinter?

Auf Bildern der Gruppenspiele ist an Dzyubas Arm kein Loch zu sehen.

Screenshot

Russland und das Doping: eine lange Geschichte

Klar ist: Russland und Staatsdoping verbinden eine lange unrühmliche Geschichte. Immer wieder folgen in der Vergangenheit besonders bei Olympischen Spielen russische Atlethen auf, die verbotene leistungssteigernde Mittel genommen hatten.

Laut einer ARD-Dokumentation sind auch bei russischen Fußball-Profis im Jahr 2014 fragwürdige Dopingbefunde vertuscht worden. Auch Nationalspieler sollen damals betroffen gewesen sein.

Auch die Statistik vom Spiel gegen Spanien lässt aufhorchen: Ganze 145,8 Kilometer liefen die Russen gegen Spanien zusammengerechnet. Eine erstaunliche Leistung.

Besonders Stürmer Aleksandr Golovin ragte laut dem Fußballmagazin “11 Freunde” heraus: Mit unglaublichen 60 Sprints und 16 gelaufenen Kilometern toppte er alle Spanier.

Auch in den anderen WM-Spielen zeigten sich die Russen im Turniervergleich am laufstärksten. 

Kein Beweis – aber Diskussionen

Das ist längst noch kein Beweis für Doping. Gründe für Einstiche im Arm könnten auch legale Vitaminspritzen sein oder Blutabnahmen durch die Mannschaftsärzte, analysiert “11 Freunde”. 

Das Magazin berichtet aber auch: 

► Der Russe Wladimir Granat schnüffelte kurz vor seinem Einsatz gegen Spanien an einer Dose mit Ammoniak. Nach offiziellen Statuten ist das nicht verboten. Aber zumindest verpönt. Das Mittel entfaltet eine stimulierende und fokussierende Wirkung.

So wird die Diskussion wohl weitergehen. Erst recht, sollte Russland auch im Viertelfinale gewinnen können.