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12/06/2018 15:04 CEST | Aktualisiert 12/06/2018 16:22 CEST

Nach Messermord in Viersen: Weiterer Tatverdächtiger stellt sich Polizei

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dpa
Der Tatort in Viersen.

► Ein weiterer Mann hat sich im Fall einer in Viersen niedergestochenen 15-Jährigen der Polizei gestellt. Die Ermittler scheinen sich sicher, mit dem 17-Jährigen den mutmaßlichen Täter gefasst zu haben. 

► Das Mädchen war am Montagmittag in einem Park in der nordrhein-westfälischen Stadt mit einem Messer attackiert worden und kurz darauf ihren schweren Verletzungen erliegen. 

► Der 17-jährige gebürtige Bulgare und das Opfer hätten sich gekannt. Unklar ist aber bislang, ob sie befreundet waren. Dies sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte eine Polizeisprecherin. 

Darum ist die Nachricht wichtig:

Der Mord an der 14-jährigen Susanna in Hessen durch einen abgelehnten Asylbewerber hat die Debatte um Gewalt- und Ausländer-Kriminalität in Deutschland angeheizt.

Täglich wird in Deutschland mehr als ein Mensch Opfer eines Mordes. Die Zahl ist jedoch im Verlauf der vergangenen 15 Jahren zurückgegangen

Was ihr noch über den Fall in Viersen wissen müsst: 

Zuvor war bereits ein 25-Jähriger festgenommen, aber später wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Als die Polizei ihn am Montag als Tatverdächtigen kontrollieren wollte, ergriff er die Flucht, stellte sich letztlich aber den Behörden.

“Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen”, erklärt eine Polizeisprecherin. Es soll um Drogen gegangen sein. Im Zusammenhang mit dem Mord soll laut Polizei nicht mehr gegen ihn ermittelt werden.