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26/09/2018 13:20 CEST | Aktualisiert 26/09/2018 13:48 CEST

Nach Kauder-Abwahl: Merkel stellt nicht die Vertrauensfrage

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Sean Gallup via Getty Images
Angela Merkel will im Parlament nicht die Vertrauensfrage stellen. 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht trotz ihrer überraschenden Niederlage bei der Wahl des Vorsitzenden der Unionsfraktion keine Notwendigkeit, die Vertrauensfrage im Parlament zu stellen. Dies sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

► CDU-Vize Armin Laschet sieht das genauso. “Sie hat das Vertrauen der Fraktion”, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident im ZDF-“Morgenmagazin”.

► Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Bundestag, Carsten Schneider, zeigte sich davon überzeugt, dass der neue Fraktionschef Ralph Brinkhaus «größtes Interesse hat, dass diese Bundesregierung stabil arbeitet». Dieser versicherte, er werde die Kanzlerin unterstützen.

Warum alle über eine mögliche Vertrauensfrage reden: 

Am Dienstag hat sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion überraschend für Ralph Brinkhaus als neuen Vorsitzenden entschieden. Der Merkel-Vertraute Volker Kauder unterlag. 

Da stellt sich für manche die Frage: Hat die Kanzlerin noch das Vertrauen der Koalitionsfraktionen?

Nein, sagt die FDP. Chef Christian Lindner forderte bald nach der Entscheidung, Merkel solle die Vertrauensfrage stellen. Aus den eigenen Reihen und von der SPD erhält die Kanzlerin dagegen Rückendeckung. Und wie Seibert nun klar stellte, beabsichtigt Merkel auch nicht, die Vertrauensfrage zu stellen.