POLITIK
20/05/2018 12:41 CEST | Aktualisiert 20/05/2018 14:25 CEST

Nach Erdogan-Treffen: Jetzt äußert sich Claudia Roth zu Özil und Gündogan

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Im Video oben: Angela Merkel äußert Kritik im Eklat um Özil und Erdogan

Grünen-Politikerin Claudia Roth verteidigt Mesut Özil und Ilkay Gündogan: Die Fußballer waren nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kritik geraten.

Roth sagte nun dem Deutschlandfunk: “Es sind mündige Bürger.” Die Bundestagsvizepräsidentin erklärte, sie sei dagegen, dass sich Fußballer aus allem raushalten. “Aber sie sollen eben aufpassen und nicht so naiv sein zu glauben, dass so ein Bild dann nicht eine Riesenwelle erzeugt.”

Die Kritik Angela Merkels an den Fußballern versteht Roth derweil nicht. Roth kritisierte: “Es war genau unsere Bundeskanzlerin, die bei der letzten Wahl in der Türkei nach Ankara gefahren ist, große Bilder mit Herrn Erdogan gemacht hat, die Opposition nicht besucht hat.”

Darum ist der Fall derzeit wichtig:

Das Treffen mit Erdogan hatte für massive Empörung gesorgt, auch weil sich Erdogan derzeit im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl befindet.

Am Samstag trafen sich Özil und Gündogan in Berlin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Es sei der Wunsch der beiden Sportler gewesen, ihn zu besuchen, teilte Steinmeier auf Facebook mit. 

“Beiden war es wichtig, entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen”, schrieb Steinmeier.

Das sagte Steinmeier über das Treffen mit Erdogan:

Der Bundespräsident verwies auf seine Rede zum Tag der Deutschen Einheit, in der er sagte: “Heimat gibt es auch im Plural. Ein Mensch kann mehr als eine Heimat haben, und neue Heimat finden. Das hat die Bundesrepublik für Millionen von Menschen bewiesen und es hat uns bereichert.”

► Genauso wichtig wie der Respekt vor der Vielfalt unserer Wurzeln, sei jedoch auch das Bekenntnis aller Bürgerinnen und Bürger zu Deutschland und seinen Werten.