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13/06/2018 12:35 CEST | Aktualisiert 13/06/2018 13:35 CEST

Nach Erdogan-Eklat: Effenberg fordert Rausschmiss Özils und Gündogans

Die beiden Nationalspieler hätten noch Glück gehabt.

  • Ex-Fußballnationalspieler Stefan Effenberg hat sich zu dem Erdogan-Treffen Mesut Özils und Ilkay Gündogans geäußert. 
  • Effenberg findet: Özil und Gündogan dürften nie wieder für Deutschland spielen.

Stefan Effenberg hat sich noch nie zurückgehalten. 1994 spielte er mit der Fußballnationalmannschaft bei der WM. Die Mannschaft spielte schlecht, die Fans pfiffen.

Und Effenberg?

► Der zeigte der Menge den Mittelfinger – und flog kurz darauf aus der Nationalmannschaft. 

Der Mann hat also Erfahrung, was Skandale im Nationaltrikot angeht. Passend, dass sich Effenberg nun im Interview mit dem Nachrichtenportal von “T-Online” zum Erdogan-Eklat der Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan geäußert hat. 

Effenberg: ”Özil und Gündogan haben jetzt Glück gehabt” 

“Der DFB war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung”, sagte Effenberg der Nachrichtenseite zu seinem damaligen Rauswurf.

Und erklärte zum Fall Özil und Gündogan: “Sie haben jetzt Glück gehabt, dass der DFB in diesem Fall inkonsequent und nicht schnell gehandelt hat.”

► Effenberg ist der Meinung, dass die beiden Nationalspieler nicht mehr für den DFB hätten auflaufen dürfen. 

“Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft”, sagte der 49-Jährige. 

Der ehemalige Bayern-Spieler machte dem DFB schwere Vorwürfe: Der Verband drehe es sich so, wie er es gerade brauche. “Ich sehe dementsprechend auch keine klare Linie”, meckerte Effenberg.

Effenberg kritisiert anhaltende Debatte über Özil und Gündogan 

Unabhängig davon hält er aber nichts davon, den Besuch von Özil und Gündogan weiterhin zu thematisieren.

“Ich finde ich es nicht gut, wenn Boulevardmedien immer noch auf den beiden herumhacken”, sagte der Ex-Nationalspieler. “Die Entscheidung ist durch.”

► Er äußerte auch Mitgefühl für Gündogan, der bei seinem letzten Länderspiel von den Fans ausgepfiffen worden war. 

“Das ist mit das Schlimmste, was einem passieren kann”, sagte Effenberg. “Da stellt man sich viele Fragen. Zum Beispiel die, ob es das wert ist, dieses Trikot zu tragen.”

(mf)