ELTERN
11/12/2018 15:25 CET | Aktualisiert 12/12/2018 15:47 CET

Mutter sagt Baby-Party ab, weil sich Gäste über den Namen des Kindes lustig machen

"Er wird keinen Spitznamen haben dürfen"

tatyana_tomsickova via Getty Images
"Nein, ich war nicht betrunken, als ich den Namen für mein Kind ausgesucht habe.”
  • Das Absage-Schreiben einer Mutter zu ihrer Baby-Party hat sich im Internet viral verbreitet.
  • Sie behauptet, die Gäste hätten sich über ihr ungeborenes Kind lustig gemacht.

Eine unbekannte Mutter aus den USA hat bei Facebook das “Baby Shower”, eine traditionelle amerikanische Party für Neugeborene abgesagt, weil sich die Gäste angeblich über den Namen ihres Babys lustig gemacht haben. Ein Screenshot des Absage-Schreibens verbreitete sich viral in den Sozialen Medien. 

Mehr zum Thema: Babys mit diesen Namen haben es später im Leben schwerer

“Ich habe eine wichtige Ankündigung zu machen. Es tut mir leid, euch das mitteilen zu müssen, aber ich sage die Veranstaltung ab”, beginnt die Mutter ihren Facebook-Beitrag und fährt fort, zu behaupten, ihre Freunde und Familie hätten sie “total scheiße” behandelt und “Gerüchte und Lügen” über ihr Kind verbreitet.

“Ihr habt alle Scheiße über mein ungeborenes Baby geredet. Ein ungeborenes Kind. Wie kann man nur ein ungeborenes Kind verurteilen? Was ist nur verkehrt mit euch?”, fragt die Mutter in ihrem Schreiben auf Facebook.

FACEBOOK / REDDIT
“Ihr alle werdet kein Teil des Lebens meines Kindes sein und alles nur, weil ihr ihn verurteilt habt.”  

“Schildknappe Sebastian Senator”

Anstoß der Lästereien über ihr Kind seien seine Vornamen gewesen: Squire Sebastian Senator. Alle drei Vornamen sind in den USA ungebräuchlich. Übersetzt bedeutet der Name etwa “Schildknappe Sebastian Senator”. 

Die Mutter verteidigt sich: “Nein, ich bin nicht verrückt. Nein, ich bin nicht geistig instabil. Nein, ich war nicht betrunken, als ich den Namen für mein Kind ausgesucht habe.”

Squire Sebastian Senator sei lediglich der Vorname des Kindes. Einen Spitznamen werde er nicht haben dürfen, schreibt die Mutter und erklärt ihre Überlegung bei der Namenswahl: ”Wir kommen aus einer Familie mit einer langen Tradition von Schildknappen und Senatoren. Der Name drückt Macht aus. Er drückt Wohlstand aus. Er drückt Erfolg aus. Der Name meines Kindes wird eine Revolution sein.” 

“Bevor ihr einen Namen ausmacht, stellt euch vor, selbst damit aufzuwachsen.”

Gewöhnliche Namen wie “Joshua, Brian, Sam, Nick, Mark, Bella, Marina, und so weiter” seien langweilig und zu oft verwendet, schreibt die Mutter.

Ihrer Familie droht sie im letzten Satz: “Ihr alle werdet kein Teil des Lebens meines Kindes sein und alles nur, weil ihr ihn verurteilt habt.”

Im Reddit-Forum, in dem der Screenshot geteilt wurde, hält ein User dagegen: “Niemand redet Scheiße über dein ungeborenes Kind. Sie reden Scheiße über deine schlechte Namenswahl”. Der Kommentar erhielt über 20.000 Upvotes.

Ein anderer User schrieb, dass er seinem Kind lieber einen langweiligen Namen geben würde anstatt dafür zu sorgen, dass es für einen derart ausgefallenen Namen in der Schule gemobbt und bei Bewerbungen diskriminiert würde.

Ein weiterer schrieb: “Ich sage dir, das was ich jedem meiner schwangeren Freunde rate: Bevor ihr einen Namen ausmacht, stellt euch vor, selbst damit aufzuwachsen.”

(ame)