ELTERN
21/02/2018 12:40 CET | Aktualisiert 21/02/2018 22:49 CET

Mutter bricht am Flughafen zusammen – dann fangen Frauen an zu singen

Die Frau war hochschwanger und alleine mit einem Kleinkind unterwegs.

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Nach dem die Schwangere und ihr Kind durch das Gate gingen, setzte sich jeder wieder auf seinen Platz – keiner sprach mehr über den Vorfall.
  • Eine Schwangere ist am Flughafen in Los Angeles zusammengebrochen, weil ihr Sohn nicht ins Flugzeug wollte 
  • Dann kamen ihr völlig fremde Frauen zu Hilfe

Schwanger zu verreisen, ist anstrengend. Mit einem trotzigen Kleinkind zu reisen, ist wohl noch anstrengender.

Aber beides – schwanger und Kleinkind – und das alles noch allein? Das könnte mit das Anstrengendste sein, was Mütter durchmachen müssen.

Eine schwangere Mutter hat genau das am Los Angeles International Airport erlebt – und der Stress wurde ihr zu viel.

► Die Schriftstellerin Beth Dunnington beobachtete das Geschehen und teilte die Geschichte auf Facebook.

Die Mutter sank zu Boden und weinte

Dunnington schrieb, dass sie am dritten Februar auf ihren Flug von Los Angeles nach Portland wartete. Dort sah sie einen kleinen Jungen, der zwischen den Sitzen hin und her rannte, um sich trat und schrie – kurz darauf lag er auf dem Boden. Er wollte das Flugzeug nicht betreten, das ihn und seine Mutter an deren unbekanntes Ziel bringen sollte.

Doch die Schwangere schaffte es nicht, ihren Sohn auf den Arm zu nehmen, er war aufgebracht und rannte ihr davon.

► Das war für die Frau zu viel, schrieb Dunnington. Sie setzte sich auf den Boden, legte ihren Kopf in ihre Hände und begann zu weinen.

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Mehrere Frauen bildeten einen Kreis um die beiden

“Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und ich konnte sie so gut verstehen”, schrieb Dunnington, die als Autorin für die Elternplattform “Babble” arbeitet.

“Dann passierte diese wunderschöne Sache”, heißt es weiter in Dunningtons Post. Nicht nur sie selbst, sondern auch weitere Frauen, kamen auf die Mutter und ihren Sohn zu – und bildeten einen Kreis um die beiden. 

“Ich sang dem Jungen ‘Itsy Bitsy Spider’ vor. Eine Frau hatte eine Orange dabei, die sie schälte, eine andere Frau hatte ein kleines Spielzeug in ihrer Tasche, das sie dem Kleinen zum spielen gab und eine weitere Frau gab der Mutter eine Wasserflasche”, beschrieb Dunnington die Situation auf Facebook.

 Beth Dunnington ist selbst Mutter von zwei Kindern.

Die Frauen waren sich fremd

Eine andere Frau half der Mutter, die Schnabeltasse des Jungen aus dem Rucksack zu holen, um sie ihm zu geben.

Die Autorin war gerührt: “Es wurde nicht diskutiert. Und obwohl wir uns alle nicht kannten, halfen wir, die beiden zu beruhigen und die Mutter und ihren Sohn ins Flugzeug zu bringen.”

Es waren nur Frauen, die zur Hilfe kamen, schrieb Dunnington. Aber niemand hat sich danach zur Schau gestellt. Nach dem die Schwangere und ihr Kind durch das Gate zum Flugzeug gingen, setzte sich jede wieder schweigend auf ihren Platz – keine sprach mehr über den Vorfall.

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Es war mütterlicher Instinkt

►“Wir waren Fremde, die zusammen kamen, um etwas zu lösen. Es kam mir so vor, als ob ein Kreis von Frauen, die eine Mission haben, die Welt retten könnte”, beschreibt Dunnington ihre Gefühle.

“Ich werde diesen Moment nie vergessen.”

Dunnington sagte gegenüber “Babbel”, dass sie und die anderen Frauen einfach nur einer Mutter in ihrer Not beigestanden haben. “Es war nichts Heldenhaftes. Es war Instinkt.”

► Viele Menschen, besonders Mütter, sind begeistert von dieser Geschichte. Dunningtons Facebook-Post wurde inzwischen über 59.000 Mal geliked und 17.700 Mal geteilt. 

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(ks)