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18/08/2018 16:55 CEST

Muslime dürfen nicht Schweizer werden – weil sie nicht Hände schütteln wollten

Der Vize-Bürgermeister zeigte sich zufrieden.

Denis Balibouse / Reuters
Das muslimische Paar würde die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht akzeptieren. 
  • Einem muslimischen Paar wurde die Schweizer Staatsbürgerschaft verweigert. 
  • Der Grund: Das Pärchen weigerte sich, die Hand des jeweils anderen Geschlechts zu schütteln. 

Sie wollten Schweizer werden, aber dürfen es nicht: Ein muslimisches Paar hat den Integrationstest nicht bestanden und bekommt nun keine Schweizer Staatsangehörigkeit. 

Die Stadtbehörde in Lausanne sagte laut der britischen Tageszeitung “The Guardian”, dass das Pärchen die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht anerkenne.

Das Paar habe dem jeweils anderen Geschlecht nicht die Hand schütteln wollen. Auch hätte das Paar große Schwierigkeiten gehabt, Fragen des jeweils anderen Geschlechts zu beantworten. 

Wenn Hände schütteln zum Problem wird 

Lausannes Vize-Bürgermeister Pierre-Antoine Hildbrand sagte, er sei sehr zufrieden mit der Entscheidung, dem Paar die Staatsbürgerschaft zu verweigern. 

Es ist nicht der erste Fall in der Schweiz, in dem die fehlende Bereitschaft zum Händeschütteln Diskussionen auslöst. 2016 weigerten sich zwei syrische Schüler, ihrer Lehrerin die Hand zu geben, weil sie sagten, es verstoße gegen ihren Glauben. Die Schule erlaubte den Jungen daraufhin eine Ausnahme.

(ll)