LIFESTYLE
19/04/2018 10:23 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 10:57 CEST

Präsident von Uganda warnt vor Oralsex – der Grund ist absurd

Er wolle die Praktik aus dem Land verbannen.

Tiksa Negeri / Reuters
Yosweri Museveni rief 2014 ein Gesetz ins Leben, das Homosexualität in Uganda illegal macht. 
  • Yoweri Museveni, Präsident von Uganda, hat eine öffentliche Warnung über Oralsex ausgesprochen
  • Schon 2014 empörte er sich über diese Sex-Praktik

Mit Sex ist das so eine Sache: Erst vergangene Woche haben Sex-Workshops an der University of Tennessee Konservative auf die Palme gebracht, am Mittwoch machte die AfD einen Vorstoß, den Berliner In-Club Berghain dichtzumachen. Ein Grund: Die Menschen, die dort Sex haben. 

Doch es geht auch noch konservativer, als sich über die Erwähnung des Wortes “Anal” in einer Seminarbeschreibung oder ein paar kopulierende Paare im Hipster-Klub zu echauffieren. Das hat jetzt Yoweri Museveni, der Präsident von Uganda, bewiesen. 

In einer Rede vor einigen Tagen hat der Präsident, der das Land seit 31 Jahren regiert, nun eine öffentliche Warnung über Oralsex ausgesprochen. Er wolle bestimmte Sex-Praktiken, die von “Außenseitern” in sein Land gebracht worden sind, verbannen, sagt Museveni in einer Pressekonferenz, die live im TV übertragen wurde.

“Der Mund ist zum Essen da”

“Lassen Sie mich diese Möglichkeit ergreifen, um Menschen öffentlich vor falschen Praktiken zu warnen, die von Außenseitern hereingebracht und unterstützt werden”, sagt der Präsident. “Eine davon ist was sie Oralsex nennen”, warnt er. Denn: “Der Mund ist zum Essen da, nicht für Sex.

Mit den “Außenseitern” meint Museveni wohl Homosexuelle. Der 73-jährige Konservative verabschiedete 2014 den Anti-Homosexualitäts-Akt. Seitdem ist es in Uganda verboten, homosexuell zu sein.

Menschen, die ihre Homosexualität leben, sehen sich in dem afrikanischen Land einer lebenslangen Freiheitsstrafe ausgesetzt. Aber auch Menschen, die schwule und lesbische Paare nicht bei den Behörden melden, können drastische Strafen bekommen. 

Schon als er das Gesetz verabschiedete, verdammte Museveni Oralsex. Damals behauptete er, dass die Praktik Würmer erzeuge. “Du hast deinen Mund da und du kannst mit Würmern enden und sie gehen in deinen Magen, weil das der falsche Zugang ist”, sagte er damals. 

(kap)