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08/07/2018 11:47 CEST | Aktualisiert 08/07/2018 11:50 CEST

Müllberge und Kot: Polizei befreit Kinder aus Haus der Mutter

“Es war alles voll mit Müll und Haufen schmutziger Kleidung. Und so viel, dass man nicht einmal mehr den Boden sehen konnte."

Chalabala via Getty Images
Die Polizei hat Kinder aus dem Haus der Mutter befreit. (Symbolbild)
  • Die Kinder einer Britin haben in einem Haus voller Müll und Fäkalien leben müssen – erst durch die Polizei konnten sie befreit werden.
  • Nun sprach ein Gericht die Frau für schuldig.

Die 35-Jährige Claire G. aus der englischen Stadt Hull hat ihre Kinder auf perfideste Weise verwahrlosen lassen.

Sie mussten inmitten von Müllbergen hausen, das ganze Haus stank nach Kot, der an Fenstern, an der Treppe und den Wänden hing.

Über den schlimmen Fall berichtete die britische Boulevard-Zeitung “Hull Daily Mail”.

Mutter lässt Haus verwahrlosen – Kinder müssen zwischen Müll und Kot leben

Das Jugendamt habe bereits im letzten Jahr kontrollieren wollen, inwieweit die Frau ihrer Aufsichtspflicht für die Kinder nachkommt. Dabei hätten Beamte das Messi-Grundstück betreten – und bereits im Garten zahlreiche Müllberge entdeckt.

Die Behörde forderte daraufhin die Polizei auf, die Kinder der Frau zu befreien. Die Kinder hätten durch ihre Lebenssituation einen “emotionalen und psychischen Schaden” davon getragen, berichtetet die Zeitung.

Der Fall kam nun vor Gericht, wo ein Urteil über die 35-Jährige gesprochen wurde.

Inspektor: “Es war das Schlimmste, was ich in zehn Jahren sehen musste”

Staatsanwältin Meghan Rhys beschrieb, wie es im Haus aussah: “Es war alles voll mit Müll und haufenweise schmutziger Kleidung. Es war so viel, dass man nicht einmal mehr den Boden sehen konnte.”

Das war noch nicht alles: “Es lag Kot in der Spüle und auf der Treppe. Der war getrocknet und bereits in den Teppich eingetreten. Auch die Badezimmerwand, ein Fenster und der Briefkasten waren mit Kot beschmiert.”

Ein Inspektor habe zu Protokoll gegeben, dass es “das Schlimmste war, das er seit zehn Jahren sehen musste”.

Achtmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung für die 35-Jährige

Auch die 35-jährige G. gab später zu, dass das Haus in keinem guten Zustand war. Sie habe sich zu sehr “geschämt und es sei ihr peinlich gewesen, fremde Hilfe zu suchen”.

Richter David Tremberg erklärte, dass das Anwesen eher einem Schweinestall als einem Haus ähnelte.

Er verurteilte die Mutter zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem riet er ihr, eine 25-tägige Rehabilitation zu machen, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Was solange mit ihren Kindern passiert, ist nicht bekannt.

(lp)