POLITIK
10/06/2018 09:08 CEST | Aktualisiert 10/06/2018 10:07 CEST

Moscheen-Schließung in Österreich: Erdogan kündigt Antwort an

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Im Video oben seht ihr, was Erdogan sagte. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die österreichische Regierung kritisiert. Österreich hatte am Freitag die Ausweisung von möglicherweise bis zu 40 Imamen und die Schließung von sieben Moscheen angekündigt. 

Erdogan sagte dazu am Samstagabend nach Angaben der Agentur Anadolu: “Ich fürchte, dass die Schritte des österreichischen Bundeskanzlers (Sebastian Kurz) die Welt zu einem neuen Kreuzzug führen.”

Er kündigte auch eine nicht näher beschriebene Antwort an: “Ihr macht so etwas und wir sitzen tatenlos herum? Das bedeutet, dass auch wir einige Schritte unternehmen.”

Das müsst ihr über die Moscheen-Schließung in Österreich wissen: 

Die rechtskonservative Regierung aus ÖVP und FPÖ will Moscheen künftig generell stärker kontrollieren und geht gegen den politischen Islam vor. 40 Imame würden derzeit überprüft, ob in ihren Fällen gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung verstoßen worden sei, sagte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ).

Dabei handelt es sich um Geistliche der “Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich” (Atib). Die Organisation ist vergleichbar mit der deutschen Ditib. Deutsche Behörden werfen Ditib-Imamen vor, für die Türkei in Deutschland zu spionieren. 

Wie die Türkei bereits zuvor reagierte: 

Bereits am Freitag zeigte sich die türkische Regierung empört von der Ankündigung aus Österreich. Regierungssprecher Bekir Bozdag sagte: “Das bedeutet, dass die grundlegenden Werte, auf denen Europa aufbaut, vernichtet wurden.”

Türkische Medien sprachen von der “Skandal-Entscheidung”.