POLITIK
04/07/2018 22:00 CEST | Aktualisiert 05/07/2018 09:53 CEST

Mordfall Susanna: Neue Erkenntnisse werfen Fragen zur Arbeit der Polizei auf

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dpa
Ali B. wird abgeführt von Beamten. 

► Neue Erkenntnisse im Mordfall Susanna bringen die Polizei in Bedrängnis: Laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” hat die Polizei von einer möglichen Verbindung zwischen dem Tatverdächtigen Ali B. zur Vergewaltigung einer Elfjährigen gewusst – und das rund eine Woche vor dem Verschwinden der 14-jährigen Susanna in der Nacht vom 22. Mai. 

► Westhessens Polizeipräsident Stefan Müller hatte bei einer Pressekonferenz Anfang Juni gesagt: Zwar sei bei Zeugenaussagen der Name Ali gefallen. In der Flüchtlingsunterkunft habe es allerdings vier Alis gegeben. 

► Der Nachname des Verdächtigen Ali B. sei im Fall der mutmaßlich vergewaltigten Elfjährigen gefallen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wiesbaden der “FAZ” gefallen. Vernommen wurde er allerdings nicht. 

Was die Behörden dazu sagen: 

► Laut der Staatsanwaltschaft wurde Ali B. nicht vernommen, weil das elfjährige Mädchen keine Zeugenaussage machen wollte. 

► Das Mädchen hatte sich offenbar am 17. Mai der Mutter anvertraut und von einer Vergewaltigung im März berichtet. Danach ging der Vater zur Polizei. 

Welche Fehler den Behörden im Fall Susanne unterlaufen sind: 

Der 21-jährige Ali B., ein abgelehnter Asylbewerber aus dem Irak, konnte knapp zwei Wochen nach dem Mord an Susanna mit seiner Familie in sein Heimatland zurückkehren. Zur Ausreise nutzte er Papiere mit falschen Namen. Bereits zuvor war er Beamten mehrmals aufgefallen.

Ali B. wird der zweifachen Vergewaltigung einer Elfjährigen sowie des Mordes und der Vergewaltigung der 14-jährigen Susanna  verdächtigt. Er hat den Mord gestanden. 

(sk)