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23/02/2018 11:23 CET | Aktualisiert 26/02/2018 09:57 CET

Russland: Eltern inszenieren eigenen Tod – um Sohn eine Falle zu stellen

Dafür bekamen sie sogar Unterstützung von der Polizei

  • Ein 22-jährige Russe wollte seine Eltern töten lassen, um an ihr Geld zu kommen 
  • Die Polizei kam ihm auf die Schliche und ließ ihn auflaufen 

Für Geld würden viele Menschen so einiges machen. Ein 22-jähriger Russe hat es jedoch auf die Spitze getrieben: Um endlich an das Geld seiner reichen Eltern zu kommen, heuerte er einen Auftragsmörder an, wie das Newsportal “Metro” berichtete. 

► Doch konnte er nicht ahnen, dass der vermeintliche Killer ein verdeckter Ermittler der russischen Polizei war. 

43.000 Euro für den Mord an seinen Eltern

Als der junge Mann aus Sotschi den Auftragsmörder das erste Mal traf, hatte er den Mord an seiner Familie bereits durchgeplant. Er erklärte dem verdeckten Polizisten, wo und wie er seine Mutter, seinen Vater und seine zehnjährige Schwester töten sollte.

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Auch einen Plan mit allen Details zu den Sicherheitsvorkehrungen im Haus legte der Sohn vor. Umgerechnet 43.000€ sollte der Mord an seiner  Familie kosten. Als die Eltern von den Plänen ihres Sohns erfuhren, seien sie am Boden zerstört gewesen, wie das Newsportal schrieb.

► Dennoch willigten sie ein, ihren Sohn mit einer harten Falle auflaufen zu lassen.

Polizei täuscht Tod der Eltern vor

Mit einer simplen Verhaftung gab sich die örtliche Polizei in Krasnodar (Süd-Russland) nämlich nicht zufrieden. Sie inszenierten den Tod der Eltern, in dem sie Fotos von ihren angeblichen Leichen machten. 

Dann verabredete sich der “Killer” mit dem 22-Jährigen in seinem Auto und präsentierte ihm die grausamen Bilder: Auf einem der Photos lag seine Mutter auf einer Treppe – blutüberströmt und am Hals erstochen. 

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Seine Reaktion sei Erleichterung gewesen, wie “Metro” schrieb. Das Geld wollte er dem Killer geben, sobald er sein Erbe erhalten hatte.

Schon zweimal einen Mordversuch gestartet

Doch dann schritt die Polizei ein: Mehrere bewaffnete Einsatzkräfte verhafteten den Sohn noch an Ort und Stelle. Auch soll der junge Mann sofort seine Tat gestanden haben, erklärte das Nachrichtenportal.

Eigentlich hatte der 22-Jährige schon lange den Tod seiner Eltern geplant: Bereits zweimal hatte er in der Vergangenheit versucht, seine Mutter und seinen Vater umzubringen.

Im Internet habe er sich informiert, wie er seine Familie am besten töten könne, schrieb “Metro”.

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► Einmal wollte er seine Eltern vergiften, doch der Vater bemerkte, dass etwas nicht stimmte.

► Das zweite Mal wollte der Mann das Thermostat im Auto seiner Eltern zerbrechen, damit sie an den Quecksilberdämpfen ersticken. Und das ganze nur aus reiner Habgier.

15 Jahre Gefängnis für geplanten Mord

“Ich hatte den Mord seit mehreren Monaten geplant”, habe der Sohn während des Verhörs gesagt, wie das Nachrichtenportal schrieb, “Ich hatte sie so satt, sie haben mich einfach nicht verstanden. Also suchte ich mir einen Auftragskiller.”

Nun muss der Sohn mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen, falls er für die geplante Ermordung seiner Eltern verurteilt wird. Diese seien noch immer schockiert über das Vorhaben ihres Kindes, schrieb “Metro”.

Denn eigentlich wäre der Sohn eines Tages der alleinige Erbe ihres Vermögens geworden – eigentlich. 

(ks)