POLITIK
31/08/2018 12:32 CEST | Aktualisiert 03/09/2018 12:48 CEST

ZDF: Musste der Chemnitz-Verdächtige abgeschoben werden? Kretschmer weicht aus

Der Moderator wollte die Wahrheit hören.

  • Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer musste sich im ZDF-“Morgenmagazin” den kritischen Fragen des Moderators stellen. 
  • Eine eindeutige Antwort gab er jedoch nicht, wie ihr im Video oben seht. 

Nach den Krawallen in Chemnitz musste sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) unangenehmen Fragen im “ZDF-Morgenmagazin” stellen. 

Der Hintergrund: Nach Recherchen der “Welt“ und der “Nürnberger Nachrichten“ verpasste das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) die Rückführung des Tatverdächtigen, der schon vor seiner Einreise nach Deutschland Asyl in Bulgarien beantragt hatte.

Eine nichtssagende Antwort über zwei Minuten

Das Innenministerium widerspricht den Berichten: Der festgenommene Iraker habe nach Angaben des sächsischen Innenministeriums keine Duldung in Deutschland. Sein Asylantrag sei abgelehnt worden, er habe allerdings geklagt.
Deshalb sei ein Verfahren anhängig.

Mehr zum Thema: Verdächtiger im Fall Chemnitz legte wohl gefälschte Papiere vor

Moderator Mitri Sirin Michael fragte Kretschmer, welche Version denn nun stimme. Der sächsische Ministerpräsident antwortete zwei Minuten lang. Eine Antwort auf die Frage gab er allerdings nicht, wie im Video oben zu sehen ist. 

(lp)