ELTERN
12/09/2018 13:55 CEST | Aktualisiert 12/09/2018 14:13 CEST

Mobbing im Kindergarten: So könnt ihr eurem Kind helfen

Mobbing im Kindergarten tritt weitverbreitet auf. Wie Eltern die Anzeichen erkennen und richtig reagieren.

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Eltern sollten auf Anzeichen für Mobbing im Kindergarten achten (Symboldbild). 

Woran sich Mobbing im Kindergarten erkennen lässt

Kleine Auseinandersetzungen und Machtkämpfe stellen ebenso wenig gezielte Mobbing-Aktionen dar, wie ein teilweise vorkommendes unsoziales Verhalten.

Mädchen und Jungen im Kindergartenalter interagieren wesentlich spontanerund weniger systematisch als ältere Schulkinder und Jugendliche. Sie planen nicht gezielt, ein bestimmtes Kind aus der Gruppe auszustoßen.

Dessen ungeachtet kommt Mobbing im Kindergarten vor. Für die Eltern von betroffenen Kindern ist es wichtig, vor allem auf die folgenden Anzeichen zu achten.

  • Das Kind zeigt auffallende Verhaltensänderungen.
  • Im Kindergarten spielt das Kind oftmals für sich und hat keine Freunde.
  • Es erzählt nichts mehr über seinen Tag im Kindergarten.
  • Das Kind erhält keine Einladungen zu Kindergeburtstagen.
  • Es zeigt Angst vor dem Kindergarten oder klagt morgens über unspezifisches Unwohlsein beziehungsweise Kopf- und Bauchschmerzen.
  • Das Kind schläft schlecht ein, wacht nachts auf oder leidet unter Albträumen.
  • Es hat blaue Flecken und kleinere Verletzungen, wie beispielsweise Schrammen.
  • Das Kind nässt wiederholt nachts ein. 

Wie die Eltern auf Mobbing im Kindergarten richtig reagieren

In jedem Fall ist es wesentlich, das Gespräch mit den Erzieherinnen und Erziehern zu suchen. Teilen diese die Einschätzung der Situation, ergreifen sie als Bezugspersonen geeignete Maßnahmen.

Diese reichen von der verstärkten Einbeziehung des betroffenen Kindes in Gruppenaktivitäten bis hin zu Ermahnungen der Mobbing-Täter.

Zusätzlich stärken die Eltern das Selbstbewusstsein ihres Kindes, indem sie es häufiger loben und ihm ein Gefühl der uneingeschränkten Wertschätzung vermitteln.

Hinweis: Wenn Eltern den Verdacht haben, dass ihr Kind aktives Mobbing gegen andere Kindergartenkinder ausübt, ist Handeln angesagt. Man erklärt dem Kind, dass diese Verhaltensweisen nicht akzeptabel sind. Hier hilft die Aufforderung, sich in die Situation des Mobbing-Opfers hineinzuversetzen.