POLITIK
02/01/2019 08:01 CET | Aktualisiert 02/01/2019 10:36 CET

"Donald Trump löst Bestürzung aus": Romney mit vernichtender Abrechnung

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ASSOCIATED PRESS
Donakd Trump und Mitt Romney.

► Der frisch gewählte US-Senator Mitt Romney (Utah) hat in einem vernichtenden Leitartikel mit der Politik seines Parteikollegen Donald Trump abgerechnet. Die gegenwärtige Regierung habe “Bestürzung in der ganzen Welt” hervorgerufen.

► In dem in der “Washington Post” veröffentlichten Artikel schrieb Romney, selbst ehemaliger republikanischer Präsidentschaftskandidat, dass er sich gezwungen sah, das Verhalten des Präsidenten nach dem Ausscheiden mehrerer Kabinettsmitglieder und der “Aufgabe von Verbündeten, die neben uns kämpfen”, zu kommentieren. 

“Es ist bekannt, dass Donald Trump nicht meine Wahl für die republikanische Präsidentschaftsnominierung war. Nachdem er der Kandidat wurde, hoffte ich, dass seine Kampagne keine Ressentiments und Beschimpfungen mehr hervorrufen würde. Es kam nicht so”, schrieb Romney.

► Und weiter: “Sein Verhalten in den letzten zwei Jahren, insbesondere sein Verhalten in diesem Monat, ist ein Beweis dafür, dass der Präsident der Bürde des Amtes nicht gerecht geworden ist.”

Das schrieb Romney noch: "Donald Trump löst Bestürzung aus": Romney mit vernichtender

Auch auf die internationale Kritik an Donald Trump ging der Republikaner näher ein.

► So schrieb Romney: “In einer Umfrage des Pew Research Center im Jahr 2016 glaubten 84 Prozent der Menschen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Schweden, dass der amerikanische Präsident ‘das Richtige im Weltgeschehen tun würde’. Ein Jahr später war diese Zahl auf 16 Prozent gesunken.” 

Was einige hinter dem Beitrag vermuten: "Donald Trump löst Bestürzung aus": Romney mit vernichtender

In wenigen Tagen wird Romney als Juniorsenator in Utah vereidigt.

► Einige Beobachter betrachten den Kommentar in der “Washington Post” als Positionierung Romneys als Trump-Herausforderer im Kongress. 

Der schrieb: “Ich werde so handeln, wie ich es mit jedem Präsidenten tun würde, innerhalb oder außerhalb meiner Partei. Ich werde Politik unterstützen, von der ich glaube, dass sie im besten Interesse des Landes und meines Staates liegen, und mich denen widersetzen, die es nicht sind. Ich beabsichtige nicht, jeden Tweet oder Fehler zu kommentieren.”

► Andere glauben gar, Romney bereite sich auf einen weiteren Versuch vor, US-Präsident zu werden. Dazu diskreditiere er Trump und versuche sich als das darzustellen, was Wahlkämpfer und Großspender von einem republikanischen Kandidaten verlangen würden – ohne das “Drama”, für das Trump stehe.

► Schon länger spekulieren US-Medien, dass Romney 2020 gegen Trump antreten könnte.

(ben)