POLITIK
21/06/2018 14:45 CEST | Aktualisiert 21/06/2018 15:16 CEST

Grüne-Jugend-Mitglied twittert über FDP – und bedient antisemitisches Vorurteil

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► Ein Mitglied der Grünen Jugend (GJ) Karlsruhe soll sich Ende April auf Twitter antisemitisch geäußert haben. Doch erst jetzt ist der Beitrag bekannt geworden. 

► GJ-Karlsruhe-Vorstandsmitglied Ahmet M. soll in seinem – mittlerweile gelöschten – Beitrag geschrieben haben: “Natürlich geht die FDP gegen Antisemitismus vor. Aber nicht aus Nächstenliebe. Das Judentum ist eine reiche, religiöse Gesellschaft. Was wären Lindner & Co., wenn sie ihre Geldquellen nicht unterstützen würden.”

► Der Schüler bedient dabei das Vorurteil angeblich geldgieriger Juden, die die Politik kontrollieren würden. 

► Wie eine Insa-Umfrage vom Dienstag zeigt, ist Ahmet M. mit seiner Einstellung unter den Grünen-Anhängern nicht alleine: Demnach stimmten 17 Prozent der Wähler der Ökopartei der These zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt, zuzustimmen.

Wie die Grüne Jugend auf den antisemitischen Tweet reagiert:

Der Bundesverband der Grünen-Nachwuchsorganisation hat sich von “diesem Tweet und der dahinter stehenden antisemitischen Ideologie” distanziert.

“Solche Aussagen haben rein gar nichts mit unseren Grundsätzen oder unserer Beschlusslage zu tun, sondern stehen ihr diametral entgegen”, betonte die GJ. 

Auch der zugehörige Landesverband Baden-Württemberg äußerte sich ähnlich. In einem Tweet heißt es: “Wir bekämpfen jeglichen Antisemitismus und das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar. Wir distanzieren uns ganz klar von den Aussagen unseres Mitglieds aus Karlsruhe und dem dahinter stehenden Antisemitismus.” 

(mf)