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02/12/2018 11:49 CET | Aktualisiert 02/12/2018 12:52 CET

Mit ihrem Penis dominiert diese Frau die Porno-Branche

"Ohne Penis hast du es in der Porno-Branche schwer."

  • Danni Daniels ist ein berühmter Transgender-Porno-Star.
  • Im Gespräch mit der “Vice” hat sie erzählt, warum ein Penis als Frau nützlich sein kann.

Danni Daniels ist eine Transgender-Frau, das heißt: Sie wurde als Mann geboren, fühlt sich aber als Frau. In einem Gespräch mit dem Magazin “Vice” erzählt sie, wie sehr ihr ein Penis in der Porno-Branche geholfen hat.

Als sie gerade 16 war, begann Danni zu modeln. Sogar in der “Vogue” war sie zu sehen. Um weiblicher zu werden, nahm Danni in dieser Zeit viele Hormone zu sich. “Ich nahm zu, musste die ganze Zeit hungern und hatte deshalb extrem schlechte Laune”, erzählt sie.

Sie beschloss, in die Porno-Industrie zu wechseln und habe es nie bereut, sagt sie. Pornos hätten ihr dabei geholfen, ihre eigene Sexualität zu entdecken. Sie wüsste nun, dass sie auf Männer stehe.

Der Penis habe dabei Nachteile gehabt. Denn oft sollte sie Pornos mit einer Frau drehen, fühlte sich aber eigentlich eher zu Männern hingezogen – was dann auch ihrem Penis anzusehen war.

“Meistens aber war mein Penis Gold wert”, sagt Danni. “Er hat mich selbstbewusster auftreten lassen. Ich hatte Brüste und einen Penis und war überall tätowiert, das war ungewöhnlich. Ich war sozusagen eine Nische in einer Nische in einer Nische.”

“Frauen ohne Penis taten mir leid”

Die Frauen, die keinen Penis hatten, beneidete Danni in der Porno-Branche nicht. 

“Sie mussten immer die unterwürfige Rolle spielen und wurden wie Scheiße behandelt, wie ein Objekt”, sagt sie. “Viele Menschen boten mir einen Haufen Geld an, damit ich auch eine unterwürfige Rolle annahm. Aber unter 50.000 US-Dollar bin ich nicht bereit, mich devot zu geben.”

Danni glaubt, dass es das Ende ihrer Karriere bedeuten würde, sich unterwürfig zu geben: Sie würde danach für immer anders behandelt werden.

“Frauen, die vor der Kamera die Unterwürfige spielen, werden auch im realen Leben so behandelt werden.” Sie selbst möchte als Frau wahrgenommen werden – aber nicht als unterwürfig.

(lp)