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04/07/2018 14:45 CEST | Aktualisiert 04/07/2018 15:34 CEST

Elfer-Trick enthüllt: Wie seine Trinkflasche dem englischen Torhüter half

Vorbild Jens Lehmann?

Etsuo Hara via Getty Images
Der Held des Abends: Jordan Pickford. 
  • Der englische Torhüter Jordan Pickford hat den Sieg seiner Nationalmannschaft beim Elfmeterschießen gegen Kolumbien gesichert. 
  • Dabei spielte offenbar auch seine Trinkflasche eine entscheidende Rolle.

Für die Londoner “Times” war er nicht nur der Retter des Abends, sondern gleich der “Retter unserer Welt”: der englische Nationaltorhüter Jordan Pickford. 

► Im Elfmeter-Krimi im Achtelfinale gegen Kolumbien behielt der Torhüter die Nerven – und wehrte den letzten Elfer des Kolumbianers Carlos Bacca ab.

Kollege Eric Dier traf. Das englische Team gewann zum ersten Mal überhaupt bei einer Weltmeisterschaft ein Elfmeterschießen. 

Das lag offenbar auch an der Vorbereitung. Und der Trinkflasche von Elfer-Killer Pickford, wie ein Bericht der britischen Boulevard-Zeitung “Daily Mirror” nahelegt. 

Die Flasche ist der neue Zettel 

Als die Engländer vor dem Elfmeter-Schießen die Reihenfolge ihrer Schützen diskutierten, habe Torwarttrainer Martyn Margetson seinem Schützling Pickford eine neue Trinkflasche gegeben.

► Darauf notiert: Anmerkungen zu Elfmeterschützen der Kolumbianer und auf welche Seite sie bevorzugt vom Elfmeterpunkt schießen. 

Das erinnert an den berühmten Spickzettel von Jens Lehmann. Beim Sommermärchen 2006 hatte der Zettel angeblich einen nicht geringen Anteil daran, dass die deutschen Jungstars um Bastian Schweinsteiger und Lukas Podoloski das Elfmeterschießen gegen Argentinien im Viertelfinale gewannen. 

Die erfolgreiche WM-Nacht der Engländer zeigt: Den Gegner zu kennen, zahlt sich offenbar aus. Dann können selbst die historischen Unglücksraben von der Insel einmal ein Elfmeterschießen gewinnen. 

Die Fleißhelden aus England 

Zu verdanken haben die Engländer den Erfolg aber nicht nur einer Trinkflasche. Sondern vor allem ihrem Trainer Gareth Southgate. Der bereitete die Truppe akribisch auf den Ernstfall eines Elfmeter-Krimis vor. 

► Die Schützen und ihre Vertretungen hätten bereits lange festgestanden, berichtet “Spiegel Online”. Southgate habe auch mit Videoanalysen und Simulationen gearbeitet. 

“Wir haben uns individuelle Abläufe und Techniken angesehen”, zitiert “Spiegel Online” den Trainer. “Wir haben mehrere verschiedene Untersuchungen und Übungen durchgeführt.”

Die Engländer haben offensichtlich nichts dem Zufall überlassen und alle Register gezogen. Von Analysen bis Trinkflaschen. Es hat sich ausgezahlt. 

(jg)