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11/10/2018 20:25 CEST | Aktualisiert 11/10/2018 22:18 CEST

Misshandelter Hund soll eingeschläfert werden – der Wille des Tieres ist stärker

“Wir werden uns immer um ihn kümmern und möchten, dass es ihm für den Rest seines Lebens so gut wie möglich geht.”

  • Ein abgemagerter, verwahrloster kleiner Pudel hat unter seinem Gesundheitszustand so sehr gelitten, dass er eingeschläfert werden sollte.
  • Der kleine Hund bewies dennoch Überlebenswillen und gewann den Kampf.
  • Wie gut es ihm heute geht, seht ihr im Video oben.

Im Juni ist eine Frau in Tampa im US-Bundesstaat Florida die Straße entlang gelaufen und hat dabei einen kleinen, völlig verwahrlosten Hund gesehen. Der Pudel war bis auf die Rippen abgemagert.

Die Finderin, die anonym bleiben möchte, informierte eine Tierschutzorganisation. Als die Tierschützer das Haus betraten, fanden sie nicht nur einen, sondern gleich drei abgemagerte Hunde. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Das berichtete die Tier-Seite “The Dodo”. 

Einen Pudel konnten die Tierschützer retten. Sie tauften den Hund auf den Namen Beni.

Wem das Haus gehörte oder ob die Retter dort Menschen antrafen, ist nicht bekannt.

Der Hund litt sehr unter seinem Zustand

Die Tierschützer fanden für Beni einen Platz im Tierheim. Bei seiner Einlieferung in das Heim war Beni aber bereits in einem desolaten gesundheitlichen Zustand. 

Er war bis auf die Rippen abgemagert, litt an Diabetes, hatte einen Tumor an einer seiner Pfoten, so gut wie kein Fell mehr – und obendrein eine Hautinfektion. 

Da sein gesundheitlicher Zustand schlecht war und der kleine Hund sehr unter seinem Zustand litt, sollte er eingeschläfert werden. 

Bevor das geschehen sollte, schickten die Angestellten des Tierheims aber noch eine E-Mail an verschiedene Tierschutzeinrichtungen, um auf Benis Schicksal aufmerksam zu machen. Sie hatten die Hoffnung, dass sich noch jemand finden ließe, der für die Behandlung aufkommt. 

E-Mail rettete dem kleinen Pudel das Leben

Obwohl Benis Zustand schlecht war, gab der kleine Hund nicht auf. Es sollte sich lohnen: die E-Mail landete nämlich im richtigen Postfach. 

Debbie Goldsberry, Gründerin der Tierschutzorganisation Senior Paw Sanctuary, bekam die Mail und reagierte prompt. Dem Magazin “The Dodo” sagte sie: 

“Wenn sich niemand bereit erklärt hätte zu helfen, wäre das sein Todesurteil gewesen. Das wusste ich. Also habe ich meine Kollegen informiert und wir holten ihn gemeinsam ab.” 

Die Tierschützerin wollte ihn sofort zu einem Tierarzt bringen, der sich um Beni kümmern sollte. Die Fahrt dauerte mehrere Stunden und sie befürchtete, dass das Tier es nicht schaffen könnte. 

Der kleine Pudel hielt durch

Sie wollten ihn auf der Fahrt füttern, doch der kleine Hund war so erschöpft, dass er nicht mehr schlucken konnte.

Doch irgendwie hielt der kleine Hund dennoch bis zur Tierklinik durch, wo er sofort behandelt wurde.

Als Beni aus der Klinik entlassen wurde, fand er im Senior Paw Sanctuary von Debbie Goldsberry eine neue Heimat.

Das Tier begann wieder zu fressen und sein Fell wuchs langsam wieder nach. Goldberg sagte “The Dodo”: 

“Ich glaube er hat realisiert, dass sich Menschen um ihn kümmern. Seitdem isst und trinkt er wieder regelmäßig.”

Heute ist Beni wieder wohlauf: Sein gesundheitlicher Zustand hat sich stark verbessert. Und noch viel wichtiger: Beni hat wieder Freude am Leben und Vertrauen zu den Menschen und anderen Hunden um sich herum aufgebaut. 

“Wir werden uns immer um ihn kümmern und möchten, dass es ihm für den Rest seines Lebens so gut wie möglich geht”, sagt Goldsberry. 

(nmi)