POLITIK
06/11/2018 22:47 CET | Aktualisiert 07/11/2018 08:58 CET

Midterms im Live-Blog: Demokraten holen das Haus, Republikaner verteidigen Senat

Alle News zu den US-Kongresswahlen.

JAMES LAWLER DUGGAN / Reuters

Es war eine entscheidende Wahlnacht für die USA. Am Dienstag wählten die Amerikaner einen neuen US-Kongress sowie in einigen Bundesstaaten neue Gouverneure. 

Die Wahlen waren eine Art Referendum über die bisherige Präsidentschaft von Donald Trump. Die Republikaner wollten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses, dem Repräsentantenhaus und dem Senat, verteidigen, die Demokraten zumindest in einer der Kammern die Kontrolle übernehmen. 

Das Ergebnis der Wahl: Die Demokraten haben aller Voraussicht eine Mehrheit der Sitze im Repräsentantenhaus geholt, die Republikaner konnten den Senat verteidigen. 

Mehr zum Thema:In dieser Übersicht seht ihr live alle Ergebnisse

Hier halten wir euch über die Midterms auf dem Laufenden:

8.55 Uhr: Machtwechsel in Wisconsin

Ein weiterer Erfolg für die Demokraten: In Wisconsin erobern sie das Amt des Gouverneurs. Der demokratische Kandidat Tony Evers gewann die Wahl knapp gegen den republikanischen Amtsinhaber Scott Walker. 

8.25 Uhr: Demokraten nehmen Republikanern ersten Sitz im Senat ab 

Bisher war es für die Demokraten im Rennen um die Sitze im Senat ein schwarzer Abend: Sie konnten den Republikanern bisher keine Sitze abjagen, verloren sogar drei Senatssitze an die Konkurrenz. 

Doch in Nevada gab es nun den ersten Erfolg: Die Demokratin Jackie Rosen wird von CNN als Gewinnerin der Senatswahl gegen den republikanischen Amtsinhaber Dean Heller ausgerufen. 

8.00 Uhr: Showdown in Georgia 

Beim Rennen um den Gouverneurssitz im Bundesstaat Georgia bahnt sich ein Nachspiel an: Die Demokratin Stacey Abrams verkündete vor ihren Anhängern, dass sie eine Neuauszählung der Stimmen erwartet. 

Nur wenige Tausend Stimmen trennen sie vom in den Prognosen vorne liegendem Republikaner Ryan Kemp – der nicht nur Kandidat seiner Partei, sondern auch für die Wahlleitung zuständiger Minister in Georgia ist. 

Kemp hat im Wahlkampf aktiv versucht, besonders Anhänger von Minderheiten am Wählen zu hindern. 

05:37 Uhr: Republikaner holen Gouverneursposten in Florida

Das Rennen um den Gouverneurssitz in Florida ist entschieden: Der schwarze Demokrat Andrew Gillum räumt seine Niederlage im Rennen gegen den republikanischen Kandidaten Ron DeSantis ein, für den sich US-Präsident Donald Trump persönlich engagiert hatte. 

Die Republikaner halten das Gouverneursamt in Florida seit zwei Jahrzehnten. Gillum war der erste Schwarze, der für das Amt in dem südlichen Bundesstaat kandidierte.

05:19 Uhr: Trump reagiert – und reklamiert Sieg

US-Präsident Donald Trump hat auf Twitter auf die Ergebnisse der Wahl reagiert. Er sprach von einem “gewaltigen Erfolg” und dankte seinen Unterstützern. 

04:45 Uhr: Was das Ergebnis für Trump bedeutet

Die Demokraten können ab Januar – wenn die neuen Abgeordneten im Repräsentantenhaus ihre Sitze einnehmen – zahlreiche Untersuchungen gegen Trump einleiten. Deren Ergebnisse könnten im härtesten Fall die Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren (“Impeachment”) bilden, das mit der einfachen Mehrheit im Repräsentantenhaus beschlossen werden kann.

Für eine Amtsenthebung müssten dann allerdings mindestens 67 der 100 Senatoren stimmen, was nicht absehbar ist. Für eine solche Zweidrittelmehrheit wären die Demokraten selbst dann auf die Unterstützung republikanischer Senatoren angewiesen gewesen, wenn sie den Senat erobert hätten. Die republikanischen Senatoren halten bislang fest zu ihrem umstrittenen Präsidenten.

04:23 Uhr: US-Sender sieht Demokraten mit Mehrheit im Repräsentantenhaus

Der Sender MSNBC verkündet die Demokraten als Sieger im Rennen um die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Es ist der zweite US-Sender nach Fox News in dieser Wahlnacht. Die Frage ist nun, wie groß die Mehrheit ausfällt. 

Den Sendern ABC und NBC zufolge bleibt der Senat in der Hand der Republikaner. 

04:15 Uhr: US-Sender sehen O’Rourke als Verlierer in Texas

Der demokratische Underdog Beto O’Rourke hat laut mehreren US-Sendern das Duell gegen den Republikaner Ted Cruz verloren. O’Rourkes Sieg wäre eine Sensation im republikanischen Texas gewesen. Das Rennen war dennoch überraschend knapp. 

04:04 Uhr: Demokraten gewinnen laut CNN 11 Sitze

Laut dem US-Sender CNN haben die Demokraten den Republikanern bereits 11 Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen und nur einen eigenen verloren. Die Chancen auf eine Mehrheit in der Kongresskammer steigen. 

03:59 Uhr: Diese Frauen schreiben Geschichte

Die Demokratinnen Rashida Tlaib und Ilhan Omar werden laut CNN im Repräsentantenhaus sitzen. Ein historischer Moment: Sie werden die ersten Muslima in der Kammer sein.

Bisher wurden in den USA zwei Muslime in den Kongress gewählt: Keith Ellison aus Minnesota und André Carso aus Indiana. 

03:54 Uhr: Welle oder keine Welle

Die Demokraten hatten auch eine blaue Welle, also einen grandiosen Sieg, bei den Zwischenwahlen gehofft. Doch das Rennen ist eng, Kommentatoren bei CNN und MSNBC sagen mittlerweile: Es sieht nicht nach einer Welle aus. 

Aber: Die Chancen auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus sehen gut aus für die Republikaner, die Mehrheit im Senat dürften die Republikaner sicher verteidigen – und womöglich ausbauen. 

03:46 Uhr: Junge Demokratin schreibt Geschichte

Die 29-jährige Demokratin Alexandria Ocasio-Courtez wird laut CNN – wie erwartet – ins Repräsentantenhaus einziehen. Sie wird die jüngste Abgeordnete in der Geschichte der Kammer sein. 

03:43 Uhr: Überblick über die Schlüssel-Rennen

In Texas liefern sich der Republikaner Ted Cruz und der Demokrat Beto O’Rourke ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Senatssitz. Allein das ist schon eine Überraschung im konservativen Texas. Derzeit liegt O’Rourke knapp vorne. 

Auch in Florida ist das Senatsrennen zwischen Republikaner Rick Scott und Demokrat Bill Nelson eng, beide liegen gleich auf. 

Im Duell um den Gouverneurssitz hat der Republikaner Ron DeSantis knapp die Nase vor dem Demokrat Andrew Gillum vorne. 

03:37 Uhr: Fox News schlägt das Haus den Demokraten zu

Der Trump-freundliche US-Sender Fox News sagt mit einer Prognose voraus, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus holen werden. Fox News ist der erste Sender in dieser Nacht, der sich festlegt. 

03:22 Uhr: Republikaner holen wichtigen Senatssitz in Tennessee

Die Republikanerin Marsha Blackburn verteidigt den vakanten Senatssitz im US-Bundesstaat Tennessee . Das ergaben erste Auszählungen und Hochrechnungen der Sender ABC und Fox News. Den Sitz hatte der scheidende Senator und Außenpolitik-Experte Bob Corker freigemacht.

Tennessee ist einer der Staaten, in denen den Demokraten Chancen eingeräumt worden waren, im Kampf um eine Mehrheit im Senat zu punkten.

Nach der Niederlage in Tennessee und dem Verlust des Senatsitzes in Indiana wird es für die Opposition sehr schwer, die republikanische Senatsmehrheit zu kippen.

Associated Press

03:15 Uhr: Kavanaugh-Abweichler gewinnt

Laut CNN hat auch der demokratische Senator Joe Manchin seinen Sitz in West Virginia verteidigt. Aus zwei Gründen ist das spannend:

1. Manchin stimmte bei der Nominierung von Brett Kavanaugh für den Supreme Court für den umstrittenen Richter. Eine Frau wirft Kavanaugh vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Demokraten waren gegen Kavanaughs Nominierung.

2. Trump gewann West Virginia 2016 mit einem Vorsprung von ganzen 42 Prozentpunkten. 

HuffPost

03:07 Uhr: Demokraten verteidigen vier weitere Senatssitze

Laut dem US-Sender CNN verteidigen die Demokraten vier weitere Senatssitze. 

03:03 Uhr: Kurzes Update zum derzeitigen Stand

Noch immer sind zahlreiche Duelle nicht entschieden, es ist noch zu früh in dieser Wahlnacht um Vorhersagen zu machen.

Aber: Interessant ist, wie sich die Berechnungen der Statistiker verändert haben. Laut der renommierten Statistikwebseite “FiveThirtyEight” liegen die Demokraten bei einer Wahrscheinlichkeit von unter 60 Prozent, die Kontrolle im Repräsentantenhaus zu übernehmen. Vor Schluss der Wahllokale gab die Webseite noch eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 Prozent aus. 

Das Rennen wird offenbar knapper, als angenommen. 

03:01 Uhr: Gute Stimmung im Weißen Haus

Donald Trump verfolgt die Zwischenwahlen im Weißen Haus, wie seine Sprecherin mitteilte. Laut einem Mitarbeiter des Präsidenten sei die Stimmung bei der Wahlparty im Weißen Haus gut. 

02:54 Uhr: Zwei wichtige Duelle um den Senat im Fokus

Zur Erinnerung: Die Demokraten müssen den Republikanern zwei Sitze im Senat abjagen und alle ihre Mandate verteidigen, um die Kammer zu kontrollieren. Bisher sehen die Chancen dazu, wie erwartet, schlecht.

Im Bundesstaat Indiana deutet sich an, dass der Demokrat Joe Donnelly seinen Senatssitz an den Republikaner Mike Braun verliert. Der US-Sender CNN hat den Sitz bereits Braun zugesprochen. 

In Texas scheint sich dagegen eine Sensation anzukündigen: Der Demokrat Beto O’Rourke liegt bisher laut US-Medien vor dem Republikaner Ted Cruz. Und das im konservativen Lone-Star-State. Aber: Noch kann sich das Ergebnis drehen, es fehlt ein Großteil der Stimmen. 

02:48 Uhr: Republikaner gewinnen ein Schlüssel-Duell

Laut US-Medien hat der Republikaner Andy Barr seinen Sitz im Repräsentantenhaus in Kentucky gegen die Demokratin Amy McGrath verteidigt. 

Die Demokraten hatten sich Hoffnungen gemacht, in dem traditionell republikanisch geprägten Bundesstaat ihrem politischen Gegner einen Sitz abzujagen. 

02:35 Uhr: Die junge blaue Welle?

Laut einer vorläufigen Wählerbefragung neigen die jungen Wähler bei den Midterms mit großer Mehrheit zu den Demokraten. Die Demokraten führen bei der Wählergruppe zwischen 18 und 29 Jahren mit 37 Prozentpunkten, berichtet die Statistikseite “FiveThirtyEight”. 

Zum Vergleich: 2016 führte Hillary Clinton bei dieser Gruppe “nur” mit 21 Punkten. 

Jessica McGowan via Getty Images
Eine junge Unterstützerin der demokratischen Gouverneurskandidatin für Georgia, Stacey Abrams.

02:25 Uhr: US-Medien melden nächsten Sitzgewinn für Demokraten 

Laut mehreren US-Medien kann die Demokratin Donna Shalala in Florida der Republikanerin Maria Elvira Salazar den Sitz im Repräsentantenhaus abnehmen. Es ist der zweite sogenannte “flip” – also eines Sitzes, der von einer Partei zur anderen übergeht – in dieser Wahlnacht. 

02:03 Uhr: Demokraten können laut CNN an mehreren Senatssitzen festhalten

Laut Prognosen von US-Sender CNN können die Demokraten die Senatssitze in den US-Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Maryland, Massachusetts, Ohio und Rhode Island verteidigen.

Die Demokraten müssen 26 Mandate im Senat verteidigen und zwei Sitze von den Republikanern gewinnen, wollen sie die Mehrheit in dieser Kammer des US-Kongresses holen. Laut der Statistikseite “FiveThirtyEight” stehen die Chancen für die Republikaner, das zu verhindern, bei 90 Prozent. 

01:50 Uhr: Demokraten jagen Republikaner ersten Haus-Sitz ab

Laut einer Prognose des US-Senders CNN kann die Demokratin Jennifer Wexton in Virginia den Sitz im Repräsentantenhaus von der bisherigen Amtsinhaberin Barbara Comstock gewinnen. Beobachter sehen den Bezirk als entscheidend für die Demokraten an, wollen sie eine Mehrheit im Repräsentantenhaus holen. 

Bill Clark via Getty Images

In Virginia findet noch ein weiteres Schlüssel-Duell um einen Sitz im Repräsentantenhaus statt: Die junge Demokratin Abigail Spanberger will gegen den republikanischen Amtsinhaber Dave Brat gewinnen. Beide liegen derzeit in der Auszählung gleichauf. 

01:01 Uhr: Die ersten Ergebnisse im Rennen um den Senat 

Die US-Sender CNN und MSNBC haben übereinstimmend zwei Siege im Rennen um die Senatssitze verkündet: Sowohl der parteilose Bernie Sanders in Vermont als auch der Demokrat Tim Kaine in Virginia werden ihre beiden Mandate verteidigen können, berichten die Sender.

Beide führten in den Umfrage zuvor mit großen Abstand vor ihren republikanischen Herausforderern. Ihre Wahlsiege sind keine Überraschung. 

Mehr zum Thema: Demokrat Tim Kaine kämpfte gegen einen Trump-Doppelgänger – wir haben ihn besucht

00:46 Uhr: Wo Trump die Wahl guckt

US-Präsident Donald Trump erwartet die Ergebnisse der Kongresswahlen gemeinsam mit seiner Familie und Freunden. Aus dem Weißen Haus hieß es, der Präsident und First Lady Melania Trump hätten für den Dienstagabend (Ortszeit) Familienmitglieder und Freunde zu sich eingeladen, um gemeinsam den Ausgang der Zwischenwahlen zu verfolgen. 

00:42 Uhr: Auch für Indiana gibt es erste Anzeichen

Im US-Bundesstaat Indiana zeichnen sich ebenfalls wie in Kentucky erste Siege für die Republikaner im Rennen um die Sitze für das Repräsentantenhaus ab. 

In Kentucky hat der Republikaner Hal Rogers den ersten Sitz im Repräsentantenhaus in dieser Wahlnacht gewonnen. 

00:32 Uhr: Erste Ergebnisse zeichnen sich in Kentucky ab

Im US-Bundesstaat Kentucky zeichnen sich die ersten Ergebnisse im Rennen um die Sitze für das US-Repräsentantenhaus ab: 

► In fünf der sechs Wahlbezirke deuten sich Siege für die Republikaner an. Die Demokraten machten sich vor allem im 6. Wahlbezirk Hoffnung (siehe das Update unten), allerdings liegt der Republikaner Andy Barr mit 59 Prozent deutlich vor der Demokratin Amy McGrath mit 40 Prozent. 

Kentucky ist ein republikanisch geprägter Bundesstaat. Trump gewann 2016 hier mit knapp 60 Prozent. 

00:04 Uhr: Die ersten Wahllokale schließen

Die Wahllokale in den Bundesstaaten Kentucky und Indiana sind nun geschlossen. Die ersten Hochrechnungen für diese Staaten dürften bald eintreffen. 

Spannend ist vor allem das Rennen zwischen dem Republikaner Andy Barr und der Demokratin Amy McGrath in Kentucky. Der Bundesstaat ist tief republikanisch geprägt. Sollte McGrath gewinnen, wäre es eine große Überraschung – und ein positives Zeichen für die Demokratin. Der Ausgang des Rennens ist offen. 

Alex Wong via Getty Images

Die Veteranin Amy McGrath war die erste Frau bei den Marines, die eine F-18 flog. Sie steuerte das Kriegsflugzeug in fast 90 Kampfeinsätzen im Irak und in Afghanistan und möchte nun ins Repräsentantenhaus in Washington einziehen 

23:47 Uhr: R&B-Star Beyoncé mischt sich ein

Die Sängerin Beyoncé (37) hat sich kurz vor Schließung der Wahllokale für den demokratischen Senats-Kandidaten in Texas, Beto O’Rourke, stark gemacht.

“Wir können nicht unsere Frustration äußern und uns darüber beschweren, was falsch läuft, ohne zu wählen und unsere Macht auszuüben, um es richtig zu machen”, schrieb der aus Texas stammende R&B-Star am Dienstag (Ortszeit) an seine 119 Millionen Fans auf Instagram.

Dazu zeigte Beyoncé Bilder von sich, auf denen sie ein Cap mit der Aufschrift “Beto for Senate” trägt. O’Rourke lag in Umfragen hinter dem republikanischen Amtsinhaber Ted Cruz.

Mehr zu Beto O’Rourke: Warum die USA gespannt auf den “Südstaaten-Kennedy” blicken 

23:41 Uhr: Technische Probleme und lange Schlangen

Bei den Wahlen ist es an verschiedenen Orten zu technischen Problemen und langen Warteschlangen gekommen. Im US-Bundesstaat Georgia im Südosten der USA etwa gab es verschiedenen US-Medien zufolge in mehreren Wahllokalen Schwierigkeiten mit der elektronischen Stimmabgabe, was zu langen Wartezeiten führte.

In den USA werden neben Papierstimmzetteln auch Wahlautomaten und Wahlcomputer zur Stimmabgabe eingesetzt. Seit langem gibt es Diskussionen über die Sicherheit und Zuverlässigkeit solcher elektronischen Systeme.

23:34 Uhr: CNN veröffentlicht erste Wahltagsbefragung 

Der US-Sender CNN hat erste Ergebnisse einer Wahltagsbefragung veröffentlicht. Demnach sagten fast zwei Drittel aller befragten Wähler, die Abstimmung heute sei eine Art Referendum über Trump. 

Ein Viertel gab an, sie wollten mir ihrer Wahl den Präsidenten unterstützen. 40 Prozent sagten, sie wollten Trump damit einen Denkzettel geben. 

Zwei Drittel der Befragten sagten zudem, ihre Entscheidung bereits vor mehr als einem Monat getroffen zu haben. Nur 15 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich nach eigenen Angaben erst in der Woche vor der Wahl entschieden.

Bei den Wahltagsbefragungen ist Vorsicht angebracht. Sie liefern keine verlässlichen Erkenntnisse darüber, wie die Wahlen verlaufen werden, sondern lediglich erste Anzeichen. 

22:41 Uhr: Fox-News-Moderator in der Kritik

In Cape Girardeau in Missouri konnte Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Unterstützung des ihm wohlgesonnenen Senders Fox News setzen: Die beiden Moderatoren Sean Hannity und Jeanine Pirro trommelten gemeinsam mit ihm um Stimmen. 

Hannity berichtete nicht nur über die Rede von Trump, sondern stand auch auf dem Rednerpult. Zuvor hatte er auf Twitter noch angekündigt, nicht mit Trump gemeinsam aufzutreten. 

Ein Mitarbeiter von Fox News kritisierte den Moderator gegenüber dem US-Sender CNN: ”“Uns wurde allen gesagt, dass Hannity den Präsidenten interviewen würde, aber niemand, mit dem ich gesprochen habe, erwartete, was gestern Abend passiert sei.” Er sei entsetzt, genauso wie eine Reihe anderer Mitarbeiter beim Sender.