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09/11/2018 15:06 CET | Aktualisiert 09/11/2018 15:35 CET

Michelle Obama über Trump: "Das werde ich ihm nie vergeben"

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Michelle Obama attackiert Trump. 

► Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, kritisiert den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump in ihrem neuen Buch scharf. 

► Trump habe die Sicherheit ihrer Familie gefährdet, indem er die Lüge verbreitet habe, ihr Ehemann Barack Obama sei nicht in den USA geboren, berichtet die “Washington Post”. Das werde sie Trump nie vergeben, schreibt Michelle Obama. 

► Die Zeitung zitiert aus den Memoiren der ehemaligen First Lady: 

“Die ganze (Geburts-)Sache war verrückt und bösartig, natürlich, der zugrundeliegende Fanatismus und die Fremdenfeindlichkeit war kaum zu verbergen. Es war aber auch gefährlich, und absichtlich dazu gedacht, Verrückte und Spinner anzustacheln. Was wäre passiert, wenn jemand in einer labilen mentalen Verfassung eine Waffe geladen und nach Washington gefahren wäre? Was wäre passiert, wenn sich diese Person unsere Mädchen vorgenommen hätte? Donald Trump mit seinen lauten und rücksichtslosen Anspielungen gefährdete die Sicherheit meiner Familie. Und das werde ich ihm nie verzeihen.”

Mehr zum Thema: Donald Trump, der Präsident der Rechtsextremen und Gewaltttäter

Das müsst ihr über die Vorwürfe von Obama gegen Trump wissen:  

Die Verschwörungstheorie, Barack Obama sei nicht in den USA geboren und damit kein legitimer Präsident, ist vor allem in rechtsextremen Kreisen in den USA populär. Trump äußerte sich in Interviews 2011 und 2012 skeptisch über Obamas Herkunft und befeuerte so die Verschwörungstheorie. 

Erst im September 2016, kurz vor seiner Wahl zum US-Präsidenten, räumte Trump ein, dass Barack Obama in den USA geboren ist. 

Das müsst ihr über das Buch von Michelle Obama wissen: 

In ihren Memoiren “Becoming” beschreibt Michelle Obama ihre Beziehung zu ihrem Mann Barack Obama, ihre Haltung zur Politik und die Rolle, die sie in den vergangenen Jahren dabei einnahm. 

Sie verrät auch, was sie bei der Wahl von Trump am 8. November 2016 fühlte. Sie sei überrascht gewesen, dass so viele Frauen einen Frauenhasser den Vorzug gegenüber einem außergewöhnlich qualifizierten Kandidaten gegeben hätten. Sie habe versucht, die Wahl Trumps zu verdrängen.

Obama stellt auch klar, dass sie bei der Präsidentenwahl im November 2020 nicht antreten wird. “Ich war niemals ein Fan von Politik, und meine Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren haben wenig dazu beigetragen, das zu ändern. Die Gemeinheit stößt mich weiter ab.”

Michelle Obama ist bei den Demokraten weiterhin sehr beliebt. Einige haben gehofft, dass sie 2020 gegen Trump antreten wird. Obama hatte allerdings schon mehrfach klargestellt, dass sie nicht kandidieren wird.

Mit Material der dpa.

(lp)