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10/01/2019 18:36 CET

Michael Schumachers Managerin: Sie durfte 6 Monate keinen Kontakt zu ihm haben

"Wenn er heimkam, war die Formel 1 weit weg."

Alessandro Bianchi / Reuters
Schumis Managerin äußerte sich öffentlich in einem Podcast.
  • Michael Schumacher ist 2006 als Rennfahrer für Ferrari offiziell zurückgetreten.
  • Jetzt äußerte sich seine Managerin und verriet, warum sie kurz darauf ein halbes Jahr lang keinen Kontakt zu ihm haben durfte.

Seit 2013 hört man vom ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher nur sehr wenig. Damals war er im Dezember mit seiner Familie im Skiurlaub und stürzte schwer. Mit einem Schädel-Hirn-Trauma wurde er in eine Klinik gebracht; lange lag er im künstlichen Koma, erst 2014 zeigte er Zeichen von Bewusstsein. 

Seitdem ist unklar, wie es dem heute 50-Jährigen geht. Seine Managerin Sabine Kehm sprach jetzt im offiziellen Formel-1-Podcast auf “f1.com”über den Rennfahrer und gab seltene Einblicke in das Privatleben Schumachers. 

Managerin: “Seine Familie war seine Aufladestation”

Auch wenn Michael Schumacher durch seinen beruflichen Erfolg wenig Zeit für seine Familie hatte, sei ihm seine Familie jedoch immer sehr wichtig gewesen, betonte Kehm. 

“Er war und ist immer noch sehr verbunden mit seiner Familie.” Viele Freunde habe er bereits seit seiner Kindheit. Er habe das immer geschätzt und halte noch immer daran fest. 

Doch besonders seine Familie sei immer für ihn da und habe ihn in stressigen Formel-1-Zeiten aufgefangen: “Wenn er heimkam, war die Formel 1 weit weg – und das brauchte er. Seine Familie war schon immer seine Aufladestation.” 

Zwischen Corinna und Michael herrsche immer eine Harmonie. Schuhmacher habe sich immer zurückgehalten, habe für seine Familie da sein wollen. 

Schumacher zu Kehm: “Ruf mich die nächsten sechs Monate nicht an”

Auch für sein Formel-1-Team sei der Rennfahrer immer da gewesen:  

“Er wollte von jedem den Geburtstag wissen. Und jeder erhielt Weihnachts-Wünsche und -geschenke von ihm. Er dachte auch immer weit im Voraus darüber nach, was er wem schenken könnte. Das war ihm wirklich sehr wichtig. Er wusste, dass er sehr fordernd war und wollte deshalb etwas zurückgeben.”

2006 trat Schumacher dann aber als Ferrari-Fahrer zurück – ein großer Schock für die Medienwelt. Managerin Sabine Kehm musste das erst einmal schlucken, wie sie selbst sagte.

Der Rennfahrer musste sich von der großen Entscheidung wohl selbst auch erholen, denn Kehm erzählte im Podcast, dass sie ihn nach der Verkündung ein halbes Jahr lang nicht kontaktieren durfte. 

“Er schaute mich an und sagte: ’Bitte ruf mich das nächste halbe Jahr nicht mehr an. Ich bin für nichts verfügbar”, sagte Kehm. Der Rennfahrer meinte das ernst, doch Kehm konnte es zunächst nicht verstehen.

Der Grund: Schumacher wollte sich jetzt ganz auf seine Familie konzentrieren und endlich das machen, was er schon immer mit seinen Kindern und seiner Frau unternehmen wollte. Eine Rückkehr sei nie geplant gewesen, auf seinen Ruhestand habe er sich sehr gefreut.

(jg)