POLITIK
09/05/2018 08:40 CEST

Berichte: Trumps Anwalt soll Geld von russischem Oligarchen erhalten haben

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Spencer Platt via Getty Images
Trumps Anwalt Michael Cohen.

Mehrere brisante US-Medienberichte bringen Donald Trumps Anwalt Michael Cohen in Bedrängnis: Wie die “New York Times” berichtet, habe Cohen hunderttausende US-Dollar von einer amerikanischen Firma erhalten, die in Verbindung zu dem russischen Milliardär Wiktor Wekselberg steht.

Laut der “New York Times” soll das Geld auf einem Konto hinterlegt worden sein, das Cohen für die Zahlung des Schweigegelds an die Porno-Darstellerin Stormy Daniels verwendet habe. Der Anwalt von Daniels, Michael Avenatti, behauptet in einem Tweet, bei der Zahlung an Cohen habe es sich um eine Rückerstattung der 130.000 Dollar gehandelt, die seine Mandantin erhalten hatte.

Auch US-Sonderermittler Robert Mueller interessiert sich offenbar für die Zahlung aus Russland: Mueller habe Wekselberg über die Zahlungen befragt, berichtet der US-Sender CNN. Der Ermittler untersucht die mutmaßliche russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA.

Darum sind die Enthüllungen zu Cohen so brisant:

Porno-Darstellerin Daniels hatte kurz vor den US-Wahlen eine Schweigevereinbarung mit Cohen geschlossen und dafür 130.000 US-Dollar erhalten. Sie behauptet, 2006 eine Affäre mit US-Präsident Trump gehabt zu haben.

Mittlerweile hat Trump zugegeben, seinem Anwalt das Geld zurückerstattet zu haben. Brisant ist daran: Sollte Cohen das Geld gezahlt haben, um negative Berichterstattung über Trump abzuwenden, hätte das Geld als Wahlkampfspende deklariert werden müssen. Nun steht der Verdacht der illegalen Wahlkampffinanzierung im Raum.

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Die neuen Enthüllungen um Cohen sorgen außerdem für den Vorwurf: Mit der Zahlung von Wekselberg, einem Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, habe der Kreml ein Druckmittel über Trump gehabt. So kommentiert etwa das “New York”-Magazin die aktuellen Berichte.

Was ihr noch wissen müsst:

Gegen Trumps Anwalt Cohen laufen derzeit zwei Verfahren. Daniels versucht, ein Ende der Schweigevereinbarung zu erstreiten. Die New Yorker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn zugleich wegen des Verdachts auf Bankbetrug und des Verstoßes gegen Wahlspendengesetze.

Zudem durchsuchte das FBI die Wohnung und das Büro Cohens und beschlagnahmte dabei diverse Dokumente.  

(mf)