POLITIK
05/02/2019 11:46 CET

Merkels Rundumschlag: Kanzlerin kritisiert auf Asienreise China – und Trump

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TOSHIFUMI KITAMURA via Getty Images
Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

► Kanzlerin Angela Merkel hat im Zuge ihres Japanbesuches China aufgefordert, mit seinem wachsenden globalen Anspruch auch mehr Verantwortung in der Welt zu übernehmen.

► China werde “mehr hineinwachsen müssen in die Verantwortung für eine friedliche Weltordnung”, sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussion mit Studenten der japanischen Elite-Universität Keio in Tokio.

► Zuvor hatte sich Merkel hinter Japans Bemühungen um eine Denuklearisierung der Nordkoreas gestellt – und dabei indirekt US-Präsident Donald Trumps Nordkorea-Kurs kritisiert.

Welche Kritik Merkel an Trump übte:  Merkels Rundumschlag: Kanzlerin kritisiert auf Asienreise China – und

Bei den Verhandlungen mit Nordkorea müsse es “zu einer wirklichen, nachhaltigen Abrüstung kommen”, bei der die Anliegen Japans berücksichtigt würden, sagte Merkel.

Die Schritte zur Denuklearisierung müssten eindeutig nachvollziehbar sein. “Sie sind es leider bis jetzt noch nicht”, so Merkel. Der Prozess sei zwar hoffnungsvoll, “aber es müssen jetzt Taten folgen”.

Das hat Merkel noch über China gesagt:  Merkels Rundumschlag: Kanzlerin kritisiert auf Asienreise China – und

In der Debatte um den chinesischen Telekom-Riesen Huawei sagte Merkel, man müsse mit China darüber sprechen, “dass eben nicht die Firma einfach die Daten an den Staat abgibt”.

Es müssten zudem Wege mit China gefunden werden, dass mit geistigem Eigentum “sorgsam und fair” umgegangen werde. “Je dominanter und je besser China wirtschaftlich entwickelt wird, umso mehr wird man an China in diesen Bereichen Anforderungen stellen.”

Es gelte auch von europäischer Seite, “China deutlich zu machen, dass wir in den Beziehungen eine Reziprozität brauchen”. Man wolle “auf Augenhöhe” mit China arbeiten, sagte die Bundeskanzlerin am zweiten und letzten Tag ihres Japan-Besuches.

(jg)