POLITIK
29/11/2018 23:27 CET

Merkels Flieger streikt: So spotten Beobachter über die Panne

"Man kann einen Staat auch in Grund und Boden sparen."

  • Bundeskanzlerin Merkel wird den Beginn des G20-Gipfels wegen einer Panne ihres Fliegers verpassen. 
  • Von Journalisten bekam die Bundesregierung daher einiges an Spott ab. 

Schon wieder Pech mit einem Regierungs-Airbus: Nach nur einer Stunde Flugzeit musste Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Reise zum G20-Gipfel nach Argentinien unterbrechen. Grund dafür waren technische Störungen. 

Nun sitzt sie in Köln fest und wird wohl den Anfang des Gipfels verpassen. Die mitreisenden Journalisten und andere Beobachter spotteten auf Twitter über die Panne. 

“Bild”-Reporter Paul Ronzhaimer twitterte: “Hightech-Standort Deutschland”. 

Der SPD-Politiker Christopher Lauer scherzte: “Tja, wenn Friedrich Merz ein echtes Privatflugzeug hätte, dann wär er jetzt der Pilot der Stunde.”

Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, besitzt zwei Privatflugzeuge. 

Auch das Ausland spottet über Merkel

Den gleichen Witz wie Lauer machte auch Noah Barkin, Korrespondent für die Nachrichtenagentur Reuters: “Vielleicht kann Merz einspringen und sie mit einem seiner Flugzeuge fliegen”, schrieb er. 

Auch ein weiterer ausländische Journalist konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.

“Le Monde”-Reporter Arnaud Leparmentier empfahl der deutschen Bundesregierung die Falcon 7X,  ein Geschäftsreiseflugzeug des französischen Herstellers Dassault Aviation. “Dann könnten sie pünktlich sein”, schrieb er. 

Spiegel”-Journalist Nils Minkmar schrieb auf Twitter: “Man kann einen Staat auch im Grund und Boden sparen (sic).”

Kristina Dunz, Korrespondentin bei der “Rheinischen Post”, bemerkte auf Twitter: “Ein bisschen peinlich ist es schon mit den deutschen Regierungsfliegern.”

Im Oktober erlitt Bundesfinanzminister Olaf Scholz – der mit Merkel auch am Donnerstag im Airbus saß – eine Panne. Der Airbus “Konrad Adenauer” wurde in Indonesien von Nagetieren beschädigt, die Rückreise des Ministers verspätete sich.