POLITIK
01/02/2019 14:12 CET | Aktualisiert 01/02/2019 14:16 CET

Merkel wirft Russland Verletzung von Abrüstungsvertrag vor

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ODD ANDERSEN via Getty Images

► Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht Russland schwere Vorwürfe. “Russland hat den INF-Vertrag verletzt”, sagte Merkel am Freitag nach einem Treffen mit dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan in Berlin.

► Die Kanzlerin betonte auch: Angesichts der drohenden Kündigung des Abrüstungsabkommens durch die USA werde sie alles daran setzen, die sechsmonatige Frist nach der Kündigung des Abkommens zu nutzen, um weitere Gespräche zu führen.

Warum die Aussage von Merkel wichtig ist: 

Die USA werfen Russland vor, mit neuen Raketen gegen den sogenannten INF-Vertrag von 1987 zu verstoßen. Der Vertrag verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können.

Washington hatte Moskau zuletzt ein Ultimatum von 60 Tagen gesetzt, um die Zerstörung der neuen Marschflugkörper zuzusagen. Russland hatte mehrfach kritisiert, dass es die US-Vorwürfe als haltlos betrachtet und Washington Angebote von Moskau ignoriere.

Die USA wollen bereits an diesem Freitag ihren Ausstieg aus dem INF-Vertrag ankündigen. Präsident Wladimir Putin habe die Situation mit seinem Sicherheitsrat besprochen, sagte sein Vertrauter Peskow.

Mit Material der dpa.