POLITIK
16/08/2018 19:01 CEST | Aktualisiert 20/08/2018 12:28 CEST

Merkel wird in Dresden als "Volksverräterin beschimpft" – so reagierte sie

Die Kanzlerin reagierte trocken.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstag nach Dresden gereist, um sich mit der CDU-Landtagsfraktion zu treffen. 
  • Bei ihrer Ankunft wurde Merkel heftig beschimpft – doch sie reagierte gelassen.
  • Merkels Unbeliebtheit spiegelt sich auch im Video oben wider: Eine Umfrage zeigt, dass sich fast jeder zweite Deutsche ihren Rücktritt wünscht.

Für Angela Merkel ist Dresden das vielleicht schlimmste Pflaster in Deutschland. In der Geburtsstadt der Pegida-Bewegung und einer der Hochburgen der AfD unter den Großstädten in Ostdeutschland gibt es viel Hass auf die Bundeskanzlerin. 

Hass, der sich am Donnerstag wieder einmal gegen Merkel entlud.

Die Kanzlerin war nach Dresden gereist, um gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) die CDU-Landtagsfraktion in der Stadt zu treffen. 

Hannibal Hanschke / Reuters
Pegida-Demonstranten und AfD-Anhänger demonstrieren am Donnerstag in Dresden gegen Angela Merkel. 

Doch vor dem Landtag warteten 300 Pegida- und AfD-Anhänger auf Merkel.

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Angela Merkel wird in Dresden als “Volksverräterin” beschimpft

Sie protestierten gegen die Bundeskanzlerin und beschimpften sie. Merkel wurde mehrfach als “Volksverräterin” beschrien

Doch Merkel reagierte gelassen. Sie stieg aus ihrem Dienstwagen, begrüßte den sächsischen Parlamentspräsidenten Matthias Rößler und ging ruhigen Schrittes in den Landtag. 

Schon zuvor hatte sich die Kanzlerin bei einem Firmenbesuch des Maschinenbauers Trumpf zur Kritik an ihrer Person und der Bundesregierung geäußert.  

“Die Kritik hat was Gutes, weil sie uns ja auch unruhig macht”, sagte Merkel am Donnerstag in Neukirch (Landkreis Bautzen) vor Mitarbeitern. Wichtig sei aber auch, Kritik konstruktiv zu nutzen. Die Gesellschaft müsse ein richtiges Maß finden. 

(ll)