POLITIK
09/07/2018 12:39 CEST | Aktualisiert 09/07/2018 16:50 CEST

Merkel und Seehofer telefonieren nach dessen umstrittenem Brexit-Brief

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Michele Tantussi / Reuters
Horst Seehofer und Angela Merkel.

► Nach dem Brexit-Brief des Innenministers an die EU-Kommission zur Sicherheitszusammenarbeit mit Großbritannien suchen Horst Seehofer (CSU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Gespräch.

► Die Bundeskanzlerin und der Minister seien in regem Austausch, sie “sind sich einig, dass sich die Sicherheitslage für die Bürger nach dem Brexit nicht verschlechtern darf”, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin.

► Und weiter: “Die Bundeskanzlerin und der Innenminister haben dazu heute auch noch einmal miteinander telefoniert.”

Das hatte Seehofer geschrieben:

Seehofer hatte die EU-Kommission zu einer “uneingeschränkten Sicherheitszusammenarbeit” mit London auch nach dem britischen EU-Austritt gemahnt.

Heikel ist Seehofers Intervention, weil er abweichend von der offiziellen EU-Linie Positionen der britischen Premierministerin Theresa May übernahm. Die deutsche Ständige Vertretung bei der EU distanzierte sich später in einem Brief vom Freitag von Seehofers Schreiben.

“Ich möchte klarstellen, dass es sich hierbei um ein in der Bundesregierung nicht abgestimmtes Schreiben handelt”, schrieb der Leiter der politischen Abteilung, Thomas Eckert, an die EU-Kommission.