POLITIK
18/08/2018 19:13 CEST | Aktualisiert 20/08/2018 12:22 CEST

Merkel trifft Putin: Schon die ersten Worte zeigen, wo sich Streit anbahnt

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Angela Merkel und Wladimir Putin bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. 

Angela Merkel und Wladimir Putin haben sich am Samstag im Schloss Meseberg für ein Gespräch getroffen. 

► Auf einer Pressekonferenz vor den Verhandlungen sagte Merkel, sie werde mit Putin über die Themen Syrien, die Krim-Krise, den Iran und die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sprechen. 

► Putin betonte, er wolle über die Energiewirtschaft und das Projekt Nord Stream 2 mit Merkel sprechen. Auch über den Wiederaufbau in Syrien und den Friedensprozess in der Ukraine sei zu reden. 

Wie der kurze gemeinsame Auftritt von Merkel und Putin zu bewerten ist: 

Merkel trat neben dem russischen Präsidenten vorsichtig auf.

Sie betonte, dass sie gezielt das Gespräch mit Putin suche, machte aber auch deutlich, dass sie über kritische Themen – etwa die Kriege in Syrien und der Ukraine – sprechen wolle. 

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Putin hingegen machte klar: Ihm geht es vor allem um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.

Kritische Themen erwähnte der russische Präsident nur kurz und wie gewohnt ohne Selbstkritik – und zeigte damit, dass es ihm vor allem darum geht, seine ökonomischen Interessen gegenüber Merkel einzubringen. 

Das bedeutet: Eine Annäherung zwischen Merkel und Putin ist durch das Treffen in Meseberg nicht zu erwarten – zu groß sind die politischen Differenzen zwischen der Kanzlerin und dem Kreml-Chef. Gerade die Themen Syrien und Ukraine werden weiter für Streit sorgen.