WIRTSCHAFT
19/04/2018 13:56 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 14:05 CEST

Merkel signalisiert bei Treffen mit Macron Bereitschaft zu Kompromissen

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JOHN MACDOUGALL via Getty Images
Macron und Merkel: Eine Restskepsis bleibt.

► Der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben bei einer Pressekonferenz in Berlin ihre Pläne bestätigt, die Europäische Wirtschaftsunion krisensicherer zu machen.

Deutschland sei bereit, “in nicht ganz naher Zukunft” ein gemeinsames Einlagensicherungssystem aufzubauen, erklärte Merkel bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Finanzminister Olaf Scholz hatte derartige Vorstöße im Einklang mit der bisherigen Haltung der Bundesregierung zuletzt noch abgelehnt.

Darum ist die Aussage wichtig:

Bis jetzt mauert die Bundesregierung bei den konkreten Vorschlägen des französischen Partners.

Mehr in Kürze:  Was die Kanzlerin jetzt mit der EU vorhat

Die in Brüssel heiß diskutierte Einlagensicherung Edis der Europäischen Zentralbank soll in einer möglichen Bankenkrise Sparer schützen. Die unionsgeführte Regierung ist seit jeher skeptisch, Macron gilt als vorsichtiger Befürworter.

► In Berlin wird befürchtet, dass deutsche Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten.

Was ihr noch über Edis wissen müsst:

Der haushaltspolitische Sprecher der Union Eckhardt Rehberg sagte dem rbb inforadio zuletzt: Mit uns wird es keine europäische Einlagensicherung geben, bevor nicht die vollen Kredite aus vielen europäischen Banken abgebaut sind, weil wir dem deutschen Sparer nicht zumuten können, für andere ins Risiko zu gehen.”