POLITIK
02/03/2019 13:39 CET

Merkel lobt "FridaysForFuture"-Proteste: "Sehr gute Initiative"

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Maja Hitij via Getty Images
Hat etwas für das politische Engagement junger Menschen übrig: Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

► Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich hinter die wöchentlichen Schülerdemonstrationen für mehr Klimaschutz gestellt. 

► “Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen”, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

► “Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.” Die Klimaschutzziele seien nur erreichbar, wenn es Rückhalt in der Gesellschaft gebe.

Was Merkel über die Klimaschutz-Forderungen der Schüler sagte: 

In der Sache warb Merkel bei den Marschierern um Verständnis für die Dauer politischer Prozess.

“Ich weiß, dass die Schülerinnen und Schüler sich manches schneller wünschen, zum Beispiel den Ausstieg aus der Kohle”, erklärte sie. Als Regierungschefin erinnere sie aber daran, dass vieles zu bedenken sei.

“Wir müssen Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf der einen Seite mit den Zielen des Klimaschutzes versöhnen.”

Worum es bei den “FridaysForFuture”-Protesten geht:

Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag unter dem Motto “FridaysForFuture” nach dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg.

Thunberg nahm diese Woche an einem Protestmarsch mit mehreren tausend Teilnehmern in Hamburg teil. Dort sagte sie: 

“Politiker und Leute an der Macht sind schon zu lange damit durchgekommen, nichts zu tun, um die Klimakrise zu bekämpfen. Wir werden sicherstellen, dass sie damit nicht länger durchkommen.”

Welche Kritik es an den Protesten gibt:  

Die Demonstrationen haben eine Debatte um die Schulpflicht ausgelöst.

► Merkels Parteikollegin Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) pochte zuletzt auf die Einhaltung.

► Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) verteidigte die Demos, betonte unter Verweis auf die Schulpflicht aber auch, das sei nicht dauerhaft machbar.

► Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) war dafür, diesmal ein Auge zuzudrücken, beharrte grundsätzlich aber auch auf dem Schulbesuch: “Sonst fällt künftig jeden Tag aus irgendeinem Grund die Schule aus - Probleme und Anlässe gibt es genug in der Welt.”