POLITIK
04/10/2018 14:33 CEST | Aktualisiert 04/10/2018 15:05 CEST

Merkel findet in Israel klare Worte zum Antisemitismus in Deutschland

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MENAHEM KAHANA via Getty Images
Benjamin Netanjahu und Angela Merkel.

► Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf der Pressekonferenz mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu klare Worte zum Antisemitismus gefunden. “Sogar verstärkt”, gebe es Judenfeindlichkeit in Deutschland wieder, sagte Merkel.

► Die Kanzlerin war am Mittwochabend mit Ministern ihres Kabinetts zu regelmäßigen Konsultationen in Jerusalem angekommen. 

Was Merkel noch zum Thema Antisemitismus sagte:

Vor der Pressekonferenz hatte Merkel die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht und dort einen Kranz niedergelegt. Mit einem Eintrag ins Gästebuch erinnerte sie an die “beispiellosen Verbrechen des Zivilisationsbruchs der Shoah”.

Daraus erwachse “die immerwährende Verantwortung Deutschlands, an dieses Verbrechen zu erinnern und Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entgegenzutreten”.

Den Antisemitismus in Deutschland zu bekämpfen, sei Aufgabe der Bundesregierung, erklärte die Bundeskanzlerin. 

In diesem Zusammenhang hob sie hervor, dass die Bundesregierung einen eigenen Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus eingesetzt habe. Am Rande ihres Besuches habe es hier die ersten deutsch-israelischen Antisemitismus-Konsultationen gegeben.