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01/01/2019 13:48 CET | Aktualisiert 01/01/2019 16:40 CET

Mann fährt Fußgänger in NRW nieder: Möglicherweise fremdenfeindlicher Anschlag

Laut Angaben der Polizei sollen vier Menschen verletzt worden sein.

dpa

► Ein Autofahrer hat in Bottrop (Nordrhein-Westfalen) in der Silvesternacht seinen Wagen in eine Fußgängergruppe gesteuert und mindestens vier Menschen zum Teil schwer verletzt.

► “Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem gezielten Anschlag aus, der möglicherweise in der fremdenfeindlichen Einstellung des Fahrers begründet ist”, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Ermittler haben “erste Informationen über eine psychische Erkrankung des Fahrers”.

► Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung über den Fall berichtet. Laut der Zeitung sagte ein Polizist für die Amokfahrt: “Es glich einer Menschenjagd.“

► NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach in einer ersten Stellungnahme davon, der Fahrer hätte die “klare Absicht” gehabt, “Ausländer zu töten”.

Was noch über den Fall in NRW bekannt ist: 

Der 50-Jährige habe mit seinem Wagen in Bottrop nur Minuten nach dem Jahreswechsel zunächst auf einen einzelnen Passanten zugehalten, berichteten die Behörden. Es gelang dem Fußgänger, sich zu retten. Danach sei der Autofahrer in der Innenstadt in eine Gruppe von Menschen gerast, unter denen sich auch Syrer und Afghanen befanden. Dabei wurden mindestens vier Menschen teils schwer verletzt.

Der Mann fuhr den Angaben zufolge dann weiter nach Essen, wo er versuchte, gezielt in eine an einer Bushaltestelle wartende Menschengruppe zu fahren. Die Polizei nahm den Mann wenig später fest. Schon dabei habe er sich fremdenfeindlich geäußert, erklärten die Behörden.

(ll)