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09/01/2018 17:01 CET | Aktualisiert 09/01/2018 17:04 CET

Mein Sohn ist 2 Jahre alt und sitzt im Libanon fest - jetzt brauche ich dringend eure Hilfe

Wir haben alles Mögliche versucht, doch bisher ohne Erfolg.

Bedriye Bana
Mein zweieinhalb Jahre alter Sohn sitzt seit einem Jahr im Libanon fest.

Ich bin verzweifelt. Mein zweieinhalb Jahre alter Sohn Mohammed Issa sitzt seit einem Jahr im Libanon fest.

Ich bin im Dezember 2016 mit ihm zur Trauerfeier meiner Schwiegermutter in den Libanon geflogen. Am 16.01.2017 wollten wir wieder zurück nach Deutschland fliegen, doch meinem Sohn wurde die Ausreise verweigert.

Man sagte mir, ich sei selber Schuld

Das lag nach Auskunft des deutschen Beamten am Flughafen in Beirut an dem Aufenthaltsstatus meines Sohnes. Ich musste also meinen damals erst einjährigen Sohn bei meiner Schwägerin zurücklassen.

Ich bin zurück nach Deutschland geflogen, weil der Beamte am Flughafen gesagt hatte, ich könnte das Problem nur persönlich in der Ausländerbehörde Duisburg klären.

Doch dort sagte man mir, ich sei selber schuld. Ich hätte gar nicht ausreisen dürfen. Für mich brach eine Welt zusammen.

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Ich komme aus der Türkei und lebe seit 23 Jahren in Duisburg. Ich habe seit September dort eine feste Anstellung, werde aber trotzdem nur geduldet. Ich kann mit der Duldung nicht mehr reisen, das heißt, ich kann meinen Sohn nicht mehr besuchen.

Gleichzeitig darf er aber auch nicht zu uns zurück.

Mein Mann und ich wissen nicht weiter.

Wir möchten einfach nur unseren Sohn zurück

Wir haben alles Mögliche versucht, doch bisher ohne Erfolg. Zwei Anträge für unseren Sohn für eine Wiedereinreise wurden von der Deutschen Botschaft abgelehnt.

Wir haben Anwälte eingeschaltet, doch auch die konnten uns bisher nicht weiterhelfen.

Wir können kaum das Geld für die Anwälte aufbringen. Nun müssen wir auch noch die Familie meines Mannes im Libanon finanziell unterstützen, da sie sich um Mohammed kümmern.

Wir möchten einfach nur unseren Sohn wieder zurück. Er wird uns bald nicht mehr wieder erkennen und das macht mich zutiefst traurig.

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Mit der Petition wollen wir erreichen, dass unsere Geschichte in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen, Mohammed Issa nach Hause nach Duisburg zu holen.

Seine zwei Schwestern vermissen ihn fürchterlich und wir haben schon seit August einen Kindergartenplatz für ihn.

Wenn ihr Bedriye Bana und ihre Familie unterstützen wollt, könnt ihr hier ihre Petition unterschreiben.