POLITIK
17/01/2019 15:13 CET | Aktualisiert 17/01/2019 15:40 CET

Medienberichte: Huthi-Angriff auf UN-Mission im Jemen

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► Laut mehreren Berichten in arabisch-sprachigen Medien haben Huthi-Rebellen in der Provinz Hodeidah im Jemen auf das Team des Leiter der UN-Beobachtermission Patrick Cammaert geschossen. Sky News Arabia berichtet von einem Kopfschuss.

► Zuvor soll sich der Holländer mit einer Delegation der jemenitischen Regierung getroffen haben. Die UN teilte auf Anfrage der HuffPost mit, über die Berichte informiert zu sein und die Lage derzeit zu prüfen.

► Wenig später teilte ein UN-Sprecher bei Twitter mit: Cammaert und seinem Team geht es gut.

► Der UN-Sicherheitsrat hatte erst am Mittwoch einstimmig für die von Großbritannien verfasste entsprechende Resolution gestimmt, die die Entsendung von 75 unbewaffneten Beobachtern in die Region vorsieht.

► Im Dezember hatte der Sicherheitsrat bereits der Mission eines Voraus-Teams für 30 Tage zugestimmt. Der ehemalige niederländische General Patrick Cammaert sollte die UNMHA (United Nations Mission to support the Hodeida Agreement) betitelte neue Mission leiten.

Zum Hintergrund:

Unter Vermittlung der Vereinten Nationen hatten sich die Konfliktparteien auf eine Feuerpause für das lange Zeit heftig umkämpfte Hudaida geeinigt. Der Ort am Roten Meer ist für die Versorgung des Landes von zentraler Bedeutung.

Mit der Waffenruhe ist die Hoffnung auf eine Entspannung der dramatischen humanitären Lage in dem Land auf der Arabischen Halbinsel verbunden. Nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg erlebt der Jemen den UN zufolge die schwerste humanitäre Krise der Welt. Millionen Menschen müssen hungern, 250 000 droht der Hungertod.