POLITIK
18/10/2018 12:47 CEST | Aktualisiert 18/10/2018 12:54 CEST

Medienbericht: Verdächtiger im Fall Khashoggi stirbt bei dubiosem Autounfall

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OZAN KOSE via Getty Images
Saudischen Beamten sprechen mit türkischen Ermittlern das saudische Konsulat nach Hinweisen untersuchen.

► Neuigkeiten im Fall Khashoggi: Laut der türkischen Zeitung “Hürriyet” soll ein Verdächtiger im Fall um das Verschwinden des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Riad bei einem “verdächtigen Autounfall” gestorben sein.

► Bei dem Mann soll es sich um einen 31-jährigen Mann namens Mashal Saad al-Bostani gehandelt haben, der laut “Hürriyet” ein Leutnant bei der Royal Saudi Air Force gewesen sein soll.

► Insgesamt verdächtigen die türkischen Ermittler derzeit 15 Personen, die am Tag des Verschwindens Khashoggis, das saudi-arabische Konsulat in Istanbul besucht haben sollen. Am selben Tag hätten die Verdächtigen, die Türkei wieder verlassen, berichtete die Zeitung.

► Dabei stützt sich “Hürriyet” auf Quellen der türkischen Zeitung “Yeni Şafak”. Genauere Details über den Verkehrsunfall und die Rolle Bostanis bei der mutmaßlichen Tötung hätte deren Quellen allerdings noch nicht genannt.

Das ist die bisherige Faktenlage:

Am 2. Oktober betritt um 13.14 Uhr der Journalist Jamal Khashoggi das saudische Konsulat in Istanbul, um Papiere für seine bevorstehende Hochzeit abzuholen. Seither wurde er nicht mehr gesehen. 

Ein saudisches Sonderkommando soll am Tag von Khashoggis Verschwinden ins Land gekommen sein. Ein Video zeigt, wie sechs schwarze Fahrzeuge das Konsulat kurz nach Khashoggis Eintreffen verlassen.

Türkische Ermittler, die das Konsulat durchsuchten, gaben am Dienstag bekannt: Es gibt “bestimmte Beweise”, dass Khashoggi dort getötet wurde. Türkische Medien berichten zudem von Folter. 

Der Verdacht: Saudi Arabien hat den Regierungskritiker und Journalisten Jamal Khashoggi verschwinden und umbringen lassen. 

(jg)