POLITIK
23/10/2018 14:24 CEST | Aktualisiert 23/10/2018 19:58 CEST

Khashoggi-Mord: Türkische Ermittler dementieren Berichte über Leichen-Fund

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Im Video oben äußert Recep Tayyip Erdogan den Verdacht, dass der “brutale Mord” an dem Journalisten Khashoggi Tage im Voraus geplant war.

►Türkische Ermittler haben einer regierungsnahen Zeitung zufolge Berichte über einen Fund von Leichenteilen des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi zurückgewiesen.

Der britische Sender Sky News hatte berichtet, die Leiche sei laut nicht näher genannten Quellen in Teilen und grausamen Zustand im Garten des saudischen Konsulats gefunden worden.

ASSOCIATED PRESS
Jamal Khashoggi am 2. Oktober auf seinem Weg in die saudische Botschaft in Istanbul, wo er getötet wurde. 

Unter anderem sei Khashoggis Gesicht “entstellt” worden. Die Körperteile seien “zerschnitten” gewesen.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte ebenfalls berichtet, dass die Leiche von Khashoggi gefunden worden sei. Sie beruft sich auf eigene Quellen. 

Die Rolle Saudi-Arabiens im Mordfall Khashoggi:

Saudia-Arabiens Königshaus steht im Verdacht, den Mord an Khashoggi in Auftrag gegeben zu haben.

Am Tag des Todes des Regimekritikers, dem 2. Oktober, war dieser gesehen worden, wie er in das saudische Konsulat in Istanbul ging – und nie wieder herauskam. 

Türkische Behörden berichten darüber, dass am gleichen Tag 15 saudische Staatsbürger das Konsulat betraten. Sie sollen Khashoggi brutal ermordet haben.

Der türkische Präsiden Recep Tayyip Erdogan warf Saudi-Arabien am Dienstag vor, den Mordanschlag auf Khashoggi schon Tage im Voraus geplant zu haben. 

Ein Video zeigt zudem, wie einer der Agenten in Khashoggis Kleidung das Konsulat verlässt – wohl, um eine falsche Fährte zu sähen.