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16/04/2018 15:57 CEST | Aktualisiert 16/04/2018 16:02 CEST

Medienbericht: Kampfhund Chico soll eingeschläfert worden sein

Mehr als 250.000 Menschen hatten eine Online-Petition gegen eine Tötung des Hundes unterstützt.

Hauke-Christian Dittrich/dpa
2011 bereits hatte das Veterinäramt Hinweise auf eine gesteigerte Aggressivität des Hundes und eine mangelnde Eignung des Halters erhalten.
  • Nach Informationen der “Bild”-Zeitung soll Kampfhund Chico am Montag eingeschläfert worden sein
  • Der Hund hatte seine Besitzerin und deren Sohn totgebissen

Kampfhund Chico ist Gegenstand einer derzeit hitzig geführten Debatte: Der Kampfhund attackierte in Hannover vor einigen Wochen seine Besitzerin und deren Sohn in ihrer Wohnung. Beide starben.

► Danach entbrannte die Diskussion, ob der Hund eingeschläfert werden soll. 

Nach den Untersuchungen der Tierärztliche Hochschule Hannover wollte die Stadt Hannover eine Entscheidung treffen. Dies ist nun offenbar geschehen: 

► Nach “Bild”-Informationen wurde das Tier gegen 13.30 Uhr nach einer Untersuchung in der Tiermedizinischen Hochschule Hannover getötet.

Fall Chico: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Tötung gegen unbekannt

► Mehr als 250 000 Menschen hatten eine Online-Petition gegen eine Tötung des Hundes unterstützt.

Chico hatte seine 52 Jahre alte, im Rollstuhl sitzende Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. 2011 bereits hatte das Veterinäramt Hinweise auf eine gesteigerte Aggressivität des Hundes und eine mangelnde Eignung des Halters erhalten. Die Behörde aber griff nicht durch.

Deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt. Wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge sagte, müsse geprüft werden, ob vor sieben Jahren jemand einen strafrechtlich relevanten Fehler gemacht hat.